Druckartikel: Beim HC Erlangen brennt schon am dritten Advent das vierte Licht

Beim HC Erlangen brennt schon am dritten Advent das vierte Licht


Autor: Redaktion

Erlangen, Sonntag, 16. Dezember 2018

Mit dem vierten Sieg in Folge hält sich der HC Erlangen einen direkten Konkurrenten vom Hals und in der Bundesliga weiter Boden gut.
Mit 16 Paraden und 47 Prozent gehaltener Würfe brachte Nikolas Katsigiannis die Angreifer der HSG Wetzlar zur Verzweiflung. Fotos: Zink


Der HC Erlangen bleibt in der Erfolgsspur. Mit einem 27:20 gegen die HSG Wetzlar überzeugte die Mannschaft von Trainer Adalsteinn Eyjolfsson in der Handball-Bundesliga erneut und feierte den vierten Sieg in Serie. Grundstein für den deutlichen Erfolg, durch den die Erlanger auf Rang 10 kletterten, waren eine starke Abwehrleistung und schnelles Umschaltspiel.

Bundesliga: HC Erlangen - HSG Wetzlar 27:20

4418 Zuschauer sahen gut aufgelegte Gastgeber, der in der Deckung akribisch arbeiteten, zunächst aber einige Chancen ungenutzt ließ. Erst zwei Ballgewinne bescherten den Erlangern, die im Angriff jetzt bewusst ins Eins-gegen-eins gingen, eine 7:4-Führung. Das Wurfglück war jedoch nicht von langer Dauer, Wetzlar kämpfte sich wieder auf 9:8 heran (20.). Die Hausherren bissen und konnten sich auf Christopher Bissel verlassen, der mit seinem bis dato vierten Treffer das 11:8 erzielte (25.) Der HC ließ nun nicht mehr locker und zog bis zur Pause auf 13:9 davon.

An diese gute Leistung knüpfte der Erlangen nach dem Seitenwechsel nahtlos an: Johannes Sellin und Dominik Mappes erhöhten nach blitzschnellen Kontern auf 15:10. Dieses Duo schlug wenig später noch einmal doppelt zu, und weil Nikolas Katsigiannis im HC-Tor stark reagierte, wuchs der Vorsprung auf sieben Tore an (18:11). HSG Trainer Kai Wandscheider war zu einer Auszeit gezwungen, die jedoch nicht den gewünschten Effekt hatte: Die Hessen fanden kaum ein ein Mittel gegen die Erlanger Defensive, die im Mittelblock um Petter Overby mittlerweile Beton angerührt hatte.

Und dann war da ja noch Katsigiannis, der mit einer Quote von 47 Prozent gehaltener Bäller und 16 Paraden dafür sorgte, dass die Führung nicht mehr in Gefahr geriet. Das Umschaltspiel der Mittelfranken funktionierte weiter tadellos, dazu zwangen Overby und Co.die HSG immer wieder zu Zeitspiel und damit zu überhasteten Würfen. Daraus resultierten einige Ballgewinne, die die Zuschauer schon 14 Minuten vor Schluss von den Sitzen rissen. Lautstark wurden die Erlanger nach vorn gepeitscht. Ein beherzter Rückraumwurf von Andreas Schröder zum 24:15 (50.) machte den Sack zu.

Die letzten Minuten der Partie nutzte Eyjolfsson, um vielen Akteuren Spielzeit zu geben. Die Rotation tat dem Vorwärtsdrang HC Erlangen jedoch keinen Abbruch. "Wir haben von Anfang bis zum Ende konsequent gespielt und vor allem nie die Disziplin verloren", freute sich der Erlanger Coach nach Spielende. Bereits morgen ist der HC Erlangen wieder im Einsatz, beim TSV Hannover-Burgdorf geht es um den Einzug ins Halbfinale des DHB-Pokals.

HC Erlangen: Katsigiannis - Sellin (6/2), Overby (1), Haaß (1), Büdel, Bissel (4), Mappes (7), Murawski, Schäffer (2), Link (2), von Gruchalla, Steinert (3/1), Schröder (2), Kellner, Thümmler