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Bauer will Kreativität und Kontrolle


Autor: Redaktion

Wachenroth, Donnerstag, 05. Januar 2017

Unter dem neuen Coach könnte den jungen Wachenrothern der Sprung in die Kreisklasse gelingen. Unabhängig davon soll der gemeinsame Weg fortgeführt werden.
Der 22-jährige Jonas Herzog (rechts) ist schon seit der Jugend für den SV Wachenroth aktiv und hat mit den Senioren in den vergangenen Jahren immer um den Aufstieg gespielt. Geklappt hat das bisher nicht. Fotos: Archiv


Die jüngste Vereinshistorie belegt: Der SV Wachenroth ist eine Spitzenmannschaft in der A-Klasse Bamberg 1. Nur: Zum großen Wurf, dem Aufstieg in die Kreisklasse, hat es in den vergangenen Spielzeiten nicht gereicht. Ein Grund, wieso sich dies in der aktuellen Saison ändern könnte, ist Alfred Bauer. Der erfahrene Coach vermittelt seinem jungen Team die nötige Stabilität und Reife. Umso besser, dass er nun beim SV verlängert hat.

Der Jahresrückblick beim Tabellenzweiten fällt überaus positiv aus. Einer guten Rückrunde in der Vorsaison ließ man eine sehr gute Hinrunde in der aktuellen Spielzeit folgen. Gute Leistungen sind bei den Wachenrothern nicht rar gesät, belegte man doch in den vergangenen Jahren stets vordere Tabellenränge. Nur die Belohnung, der Sprung in die Kreisklasse, blieb ihnen verwährt. In der Vorsaison verhinderte zum Beispiel eine längere Schwächephase eine bessere Platzierung. Dem jungen Team schien die Souveränität in brenzligen Situationen abhanden zu kommen.

Unter dem neuen Trainer Alfred Bauer scheint eine neue Zeitrechnung angebrochen zu sein, denn das Team beweist auch (oder gerade) in engen Spielen - und davon gab es in der Hinrunde einige - enorme Nervenstärke und Stabilität. Kompaktheit, Organisation, Geschlossenheit - das sind die Eckpfeiler von Bauers Arbeit. "Aber wir spielen sicher keinen Mauer-Fußball", verteidigt der 53-Jährige sein Konzept aus Kontrolle und Kreativität. Die Mischung macht's - und diese scheint auch den Vereinsoberen zu gefallen. Wie unser Partnerportal anpfiff.info berichtet, wurde der Vertrag mit Alfred Bauer jüngst um ein Jahr verlängert.

"Wir haben uns auf ein weiteres Jahr der Zusammenarbeit geeinigt. Alfred Bauer arbeitet gerne mit einer jungen, willigen Mannschaft zusammen und wir sind der Meinung, dass er die Truppe gut erreicht und sie seine Ideen sehr gut umsetzt. Auch die Vorstellungen und Ziele gleichen sich. Somit waren wir wie auch schon bei der Verpflichtung relativ schnell auf einer Wellenlänge und haben die kommende Saison fix gemacht", erklärt Spielleiter Gerhard Girlich.

Ihr Team hat Ihnen Rang 2 unter den Weihnachtsbaum gelegt. Ein Geschenk, über das Sie sich freuen?
Alfred Bauer: Es ist schön, auf die Tabelle zu schauen und uns dort oben zu sehen. Aber auch in der A-Klasse werden keine Geschenke verteilt. Der Tabellenstand ist das Ergebnis harter und konzentrierter Arbeit im Training und in den Spielen.

Heimstark und defensiv stabil - ist das Ihr Erfolgsrezept?
Eindeutig nein. Grundlage eines Erfolgs ist immer eine gute Defensive, aber wir spielen sicher keinen Mauer-Fußball. Wir erspielen uns sehr viele Torchancen, nur im Abschluss fehlt uns manchmal die letzte Kaltschnäuzigkeit.

Neun Gegentore in 15 Spielen - erhält Ihre Defensive ein Extra-Lob oder ist das ein Verdienst der ganzen Mannschaft?
Dafür ist kein Einzelner oder nur die Abwehr verantwortlich, sondern das gesamte Team. Jeder hat inzwischen begriffen, dass bei Ballverlust alle mitarbeiten müssen, um sich den Ball wieder zu erkämpfen.

Wachenroth war die vergangenen vier Spielzeiten immer in der Spitzengruppe vertreten - reicht es diese Saison zum Aufstieg? Und wie wichtig wäre ein solcher Erfolg für den Verein?
Die Klasse ist in der Spitze sehr eng beieinander und am Ende wird man auch ein wenig Glück benötigen, um ganz oben zu stehen. Für jeden Verein ist ein Aufstieg ein Riesenerfolg. Wenn wir am Ende oben stehen, super. Wenn nicht, wird die Welt nicht untergehen. Hauptsache alle haben Spaß und machen weiter wie bisher. Der Erfolg wird sich dann schon einstellen.

Planen Sie Verstärkungen in der Winterpause?
Gerhard Girlich: Wir haben eine junge Mannschaft, die noch jahrelang zusammenspielen kann. Außerdem kommen im Sommer sechs A-Jugendliche dazu. Es besteht also kein akuter Grund, tätig zu werden. Ein torhungriger Stürmer würde uns unabhängig davon aber gut zu Gesicht stehen.