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Siemens Healthineers: Vorstandsvorsitzender erklärt KI-Strategie


Autor: Agentur dpa, Redaktion

Erlangen, Montag, 24. August 2026

Künstliche Intelligenz hat den privaten und beruflichen Alltag vieler Menschen auf den Kopf gestellt. Der Chef von Siemens Healthineers will sie gezielt gegen tödliche Krankheiten einsetzen - hält gute Ärzte aber für unverzichtbar.
Siemens Healthineers mit Vorstandschef Bernd Montag an der Spitze verzichtet auf eine eigene KI-Strategie - nicht aber auf KI.


Der Medizintechnik-Konzern Siemens Healthineers mit Hauptsitz in Erlangen betrachtet die Künstliche Intelligenz nicht als Selbstzweck, sondern als ein hilfreiches Werkzeug auf dem Weg zu einer fortschrittlicheren Medizin. Künstliche Intelligenz wird die Medizintechnik an sich nicht zwingend verbessern, aber sie effizienter gestalten, erklärte der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Bernd Montag, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

"Wenn mich jemand fragt: Was ist eure KI-Strategie? - dann sage ich: Wir brauchen keine. Weil KI kein Endpunkt ist. Sondern dann sage ich: Wir wollen den Krebs besiegen. Und dann überlegen wir auf dem Weg, Krebs zu bekämpfen, welche Rolle kann KI spielen. Aber der Endpunkt ist bessere Krebstherapien", beschrieb Montag die Strategie des Unternehmens.

Vorstandsvorsitzender von Siemens Healthineers erklärt KI-Strategie

Siemens Healthineers konzentriert sich auf die Diagnose und Behandlung der Krankheiten, die hauptsächlich für eine große Anzahl von Todesfällen verantwortlich sind: Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle. "Dem stehen Gesundheitssysteme gegenüber, die nicht nur ein Problem mit der Bezahlbarkeit haben, sondern ein immer drängenderes Problem damit, dass es nicht genug Fachkräfte gibt - wie wir vielleicht alle merken, wenn wir einen Arzt brauchen", sagte der Healthineers-Chef. "Und jetzt geht es darum, wie schaffe ich es, dass die KI da wirklich hilft und bestimmte Routinen rausnimmt."

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Ärztliches Wissen und Können sind dabei nicht vollständig zu ersetzen. "Um Diagnosen besser zu machen, brauche ich CT-Bilder, aber auch einen Befund - also: Was hat ein Radiologe darin gesehen", beschrieb Montag. "Und dann muss ich noch das Gefühl haben, das war ein guter Radiologe." Erst, wenn ein kuratierter Datensatz zur Verfügung steht, können darauf Algorithmen mit KI trainiert werden. "Das machen wir, aber dazu brauchen wir nicht drei Milliarden Daten, sondern gute Daten."

Siemens Healthineers ist seit 2021 im DAX, dem Leitindex der 40 führenden börsennotierten Unternehmen Deutschlands, gelistet. Es gilt, gemessen am Umsatz, als eines der fünf größten Unternehmen für Medizintechnik weltweit und als das größte Europas. Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte der Konzern mit rund 75.000 Beschäftigten einen Umsatz von mehr als 23 Milliarden Euro.