Bürgermeister Ludwig Wahl trug die übersichtlich aufbereiteten Zahlen bezüglich des Haushaltplanes 2017 vor, die Vertreter der Fraktionen nahmen dazu Stellung und die Gemeinderäte zeigten sich sämtlich einverstanden. Demnach beträgt der Verwaltungshaushalt von Röttenbach 12 315 161 Euro und der Vermögenshaushalt 8 523 162 Euro. Weder für Investitionen noch für Investitionsfördermaßnahmen sind Kreditaufnahmen der Gemeinde vorgesehen. Die Grundsteuern A und B betragen weiterhin 300 v.H., für die Gewerbesteuer gilt ein Steuersatz von 320 v.H.


Gemeinde muss mehr zahlen

Wer die Zahlen mit den durchschnittlichen Hebesätzen in Bayern und mit den Hebesätzen der Nachbargemeinden vergleicht, stellt fest, dass diese Steuersätze in Röttenbach niedriger liegen. "Wir haben in unserer Gemeinde solide Finanzen", konstatierte Bürgermeister Ludwig Wahl.
Das lässt sich nicht zuletzt an den gestiegenen Zahlungen Röttenbachs zur Kreisumlage ablesen: Zwar blieb der Hebesatz unverändert, doch da die Finanzkraft gestiegen war, muss die Gemeinde mehr zahlen. Harald Rotschka von der CSU-Fraktion begrüßte den Haushaltsplan und die darin vorgesehenen Investitionen zur städtebaulichen Entwicklung. Norbert Holzmann (Freie Wähler) zog den Hut vor diesem geordneten Zahlenwerk, das inhaltlich komplett von allen Fraktionen getragen wird. Mit der geplanten Umgestaltung des Rathausplatzes und des Kreisverkehrs werden zwei wichtige Großmaßnahmen auf den Weg gebracht, fand Holzmann. Richard Schleicher (SPD) schloss sich den Ausführungen der beiden anderen Fraktionen an.


Flexible Förderung

Mitte Juli beginnt die Umgestaltung des Rathausplatzes, informierte Bernd Ernst als Projektmanager von GBI die Gemeinderäte. Er zeigte auf, wie sich der Wechsel auf das Städtebauförderprogramm "Zukunft Stadtgrün" auf die Kosten und den Zeitplan auswirkt: Hinsichtlich der Förderung sei das Bundesprogramm flexibler: Sowohl die Erstellung des Wintergartens als auch die Befüllung des Weihers durch die Entwässerung des Rathausplatzes mittels Trennsystem gehöre jetzt zu den zuwendungsfähigen Kosten.
Kommt es zu einer vorzeitigen Freigabe der Maßnahme, könne mit dem Bau begonnen werden.
Insgesamt werden die Arbeiten in drei Abschnitte eingeteilt: 1. Rathaus und Wintergarten, 2. Ringstraße und 3. Teichanlage und Aufenthaltsbereich. Während in diesem Jahr die Kirchweih noch wie geplant stattfinden könne, sei das im kommenden Jahr nicht möglich, war sich Ernst sicher.

ürgermeister Ludwig Wahl informierte die Gemeinderäte, dass künftig digitale Tonaufnahmen von den Sitzungen aufgezeichnet würden und auf diese Weise sämtliche Diskussionsbeiträge zweifelsfrei nachvollzogen werden könnten.


Gemeinde holt Angebote ein

In den kommenden Sommerferien wird die Baiersdorfer Straße als Kreisstraße vom Landkreis saniert. Da bis zu diesem Zeitpunkt die Gehsteige bereits komplett saniert sein müssen, hole die Gemeinde bereits diesbezügliche Angebote ein.
Das Landratsamt war der einzige Träger öffentlicher Belange, der bezüglich der 2. Änderung des Bebauungsplanes "Bucher Weg IV" beteiligt werden musste. Da keine Bedenken bestanden, stimmten die Gemeinderäte einstimmig der Änderung zu.
Für die Sanierung der Duschräume im Lohmühlweg betragen die gesamten Kosten inklusive der Planungskosten 69 500 Euro, nahmen die Gemeinderäte zur Kenntnis. Wasser- und Elektroversorgung sind jetzt komplett erneuert, die Rettungswege beleuchtet und die neuen LED-Leuchten sorgen dafür, dass sich künftig die Nebenkosten verringern, erklärte Norbert Holzmann.


Fragen zum Baugebiet

Die Mitglieder des TSV sorgten mit ihren Eigenleistungen dafür, dass die Bausumme 5500 Euro niedriger ausfiel: "Es waren manchmal mehr Leute da, als tatsächlich eingesetzt werden konnten", lobte Holzmann das Engagement der Sportler und zollte ihnen "Respekt für Ihre Leistung".


Notarielle Vorverträge

In der anschließenden Bürgerfragestunde wollte ein Bürger wissen, ob die Gemeinde bereits Geld für ein neues Baugebiet ausgegeben habe.
Für die Planung seien bereits 125 000 Euro gezahlt worden, bestätigte Bürgermeister Ludwig Wahl. Doch für einen Ankauf der Grundstücke sei noch kein Geld geflossen, auch wenn es bereits notarielle Vorverträge mit den Grundstückseigentümern gäbe.