Party mit schauerlichen Gestalten
Autor: Britta Schnake
Höchstadt a. d. Aisch, Sonntag, 03. November 2019
Die Höchstadter Kerwas-Freunde hatten in den Rathausinnenhof geladen.
Zwei hämisch grinsende, beleuchtete Kürbisköpfe flankieren am Halloween-Abend den Eingang zum Parkplatz hinter dem Höchstadter Rathaus und dem Alten Kuhstall. Betritt der mutige Besucher das Areal, wird er von Feuertonnen und -körben empfangen, die bei der Kälte heimelige Wärme versprechen. Doch auch etliche gar schauerliche Gestalten bevölkern den Platz.
Der siebenjährige Liam Schmidt ist als Skelett verkleidet und wärmt sich zusammen mit Mama Elisa am Feuer. Der Mama steckt ein Messer im Kopf. "Ein Küchenunfall", wie sie überzeugend erklärt.
Die Idee zu dieser Halloween-Party hatte Frank Greif von den Höchstadter Kerwas-Freunden. "Wir wollten auch abseits der Kerwa Präsenz zeigen", sagt Greif, "da hat sich Halloween angeboten." Unterstützt werden Greif und Johannes Riegler nicht nur von ihren Kerwasburschen, sondern auch von der Historischen Stadtwache Franken. Peter Lorz, in voller Stadtwachenmontur, erzählt den Kindern Gruselgeschichten, aber auch Legenden. "Sieben Mal sind die Schweden schon gekommen und sieben Mal haben sie nichts erreicht", sagt er, "doch jetzt, beim achten Mal, kommen sie mit 3000 Mann. Sie sind eingefallen und haben Mann und Maus niedergemacht."
Max (10) und Marlene (6) Weigl lauschen mit Mama Melanie mucksmäuschenstill der Geschichte. Wie die anderen Kinder auch können sie gar nicht genug bekommen. Katharina Greif (9) kommt als Vampir daher und zeigt sich ganz begeistert vom Kinderpunsch.
Auf der Straße proppenvoll
Mit dem Papa und Bruder Lorenz (7) war sie kurz vorher noch Süßigkeiten sammeln. "Am Franziskusring war es proppenvoll", so Frank Greif. "Die haben da die Tür kaum zumachen können, da kamen schon die nächsten."
Für die Großen wird an diesem kalten Abend Glühwein angeboten, damit auch das Innere gewärmt wird. Punsch, Glühwein, Lebkuchen und Plätzchen stammen von der Kerwasburschen-Mom Conni Bischoff. "Der Erlös aus dem Verkauf geht als Spende an den Kellerbergverein", sagt Greif.
Sichtlich stolz ist er auch auf seine Kerwasburschen. "Die haben hier alles alleine aufgebaut." Ein Testballon sollte es sein, offensichtlich einer, der sehr gut angenommen wird, wie die wachsende Anzahl an Besuchern zeigt.