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Neues und bewährtes zur Martinikirchweih


Autor: Bernhard Panzer

Herzogenaurach, Mittwoch, 08. November 2017

Am Freitagabend wird in der Innenstadt die Martinikirchweih eröffnet. Sie endet mit dem Laternenumzug am Montag.
Die Schausteller  bauen ihre Fahrgeschäfte für die Martinikirchweih auf.  Bernhard Panzer


Wenn er eine Seele hätte, der gute Hubmannparkplatz im Herzen der Stadt, dann würde er jetzt aufatmen. Denn endlich ist das Areal mal nicht Thema strittiger Diskussionen, es geht mal nicht um geplante Bürgerzentrum und emotionale Gegenbewegungen. Stattdessen darf sich der Parkplatz am Wochenende über Vergnügliches freuen. Und natürlich auch die Bevölkerung: Denn jetzt steht wieder die Martinikirchweih an.

Die Schausteller sind seit Mittwoch dabei, die Fahrgeschäfte aufzubauen. Traditionell steht am Hubmannparkplatz der Autoscooter. Für den Betrieb Willi Kunstmann, dessen Schwiegersohn das Geschäft auf der Martinikirchweih betreibt, ist es der letzte Einsatz in diesem Jahr. Dem Wetterbericht lugt er mit ein klein bisschen Skepsis entgegen, denn den für Sonntag angekündigten Schnee brauche man jetzt noch nicht. Nachdem am Montagabend zum letzten Mal die Sirenen ertönt sind, wird das Fahrgeschäft eingemottet und kommt erst wieder im Frühjahr zum Einsatz.

Offiziell eröffnet wird die so genannte kalte Kerwa am Freitag um 17 Uhr, diesmal am Babyflieger der Firma Jäckel auf dem Marktplatz. Der Festbetrieb läuft aber schon ab 12 Uhr. Den Abschluss am Montag zur gleichen Stunde macht der Martiniritt der Förder- und Werbegemeinschaft mit Laternenumzug. Eingebettet in die Aktion sind in diesem Jahr die Narren des Karnevalsclubs. Denn der Faschingsauftakt am 11.11. fällt diesmal in die Kerwa; der Rathaussturm findet pünktlich um 11.11 Uhr statt.

Die Herzogenauracher Martinikirchweih besticht vor allem durch ihre Tradition, berichtet Heike Kraus vom Ordnungsamt der Stadt. "Wer an den Buden vorbei läuft, wird feststellen, dass das Programm der Kirchweih beständig ist", sagte sie im Pressegespräch gemeinsam mit Bürgermeister German Hacker. So gibt es neben den Schaustellern und Imbissbuden auch einen kleinen Krämermarkt mit vier Buden.

Auch ein Programm für Kinder gibt es wieder. Am Samstag und Sonntag hat sich das Team vom Generationen-Zentrum Aktionen ausgedacht. So können sich die Kleinen im Schlosshof an einer Fotowand selbst als St. Martin fotografieren lassen oder bei einem Geräusche-Quiz mitmachen. Es wird auch wieder fleißig gebastelt und bei Brettspielen zum Thema St. Martin geht es um Gänse und Bettler. Wer es etwas ruhiger mag, kann sich im Ratskeller bei einer Vorlesegeschichte ausruhen. Denn hier sind die Herzo-Lesepaten wieder im Einsatz.

Es gibt aber auch Veränderungen. Denn zwei Anbieter sind in diesem Jahr nicht dabei, werden aber von neuen Angeboten ersetzt. Am alten Rathaus fand seit vielen Jahren der Imbissstand von Heinz Güßregen seine Fans. Das ist jetzt nicht mehr so, der Grund ist laut Kraus ein unspektakulärer: Der Herzogenauracher hat seinen Ruhestand angetreten. Seinen Platz nimmt Sabine Paul ein. Sie ist den Besuchern schon bekannt, bot sie doch schon in den letzten Jahren in der Hauptstraße vor dem Reformhaus Dorweiler Brotzeiten und Glühwein an. Nun wechselt sie, eine Nummer größer, hinüber zum alten Rathaus. Und hat Gegrilltes im Angebot.

Auch Gäste aus der Partnerstadt Wolfsberg haben die Herzogenauracher Martinikirchweih entdeckt. Das Haus der Regionen kredenzt auf dem Hubmannparkplatz kulinarische Spezialitäten aus dem Lavanttal. Dieser Stand löst diesmal die Pony-Reitbahn ab. Die Familie Störzer habe krankheitsbedingt kurzfristig absagen müssen, berichtet Kraus. So wird es heuer keine Ponys geben.
Neu dazu gekommen ist außerdem die Familie Drliczek mit Glühwein und Punsch. Möglicherweise will man diesen Platz in den kommenden Jahren ausbauen und auch Sitzgelegenheiten schaffen.

Insgesamt sind es 27 Aussteller, die die kalte Kirchweih bestücken. Der Sonntag ist von 13 bis 18 Uhr wieder verkaufsoffen.