Nach Kanye West-Desaster: Adidas will mit neu-aufgelegten Traditionsmodellen zurück zum Erfolg
Autor: Agentur dpa
Herzogenaurach, Mittwoch, 13. März 2024
Nach einem Verlust im Jahr 2023 will der Sporthersteller Adidas große Gewinne erzielen. Die wieder aufgelegten Schuhmodelle "Samba" und "Campus" sollen dazu beitragen.
Nach einem Verlust im Jahr 2023 will Deutschlands größter Sportartikelhersteller Adidas im Sportjahr 2024 mit Fußball-EM und Olympischen Spielen wieder deutlich wachsen.
Konzernchef Bjørn Gulden, vor gut einem Jahr vom Rivalen Puma zu Adidas gewechselt, geht von einem Betriebsergebnis in Höhe von 500 Millionen Euro aus - nach 268 Millionen Euro im Jahr 2023. Dazu sollen die derzeit guten Verkäufe der wieder aufgelegten Traditions-Schuhmodelle "Samba" und "Campus" beitragen.
Trotz Verlust - Adidas zahlt Dividende an Aktionäre
Unter dem Strich stand im vergangenen Jahr ein Verlust von 58 Millionen Euro, nachdem 2022 noch ein Gewinn aus fortgeführten Geschäften in Höhe von 254 Millionen erwirtschaftet wurde. Trotz des Nettoverlustes will Adidas seinen Aktionären wie im Vorjahr eine Dividende von 0,70 Euro pro Aktie zahlen.
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Vor Monaten hatte Gulden für 2023 sogar noch ein negatives Betriebsergebnis befürchtet. Dies hing vor allem mit den Turbulenzen um die Lifestyle-Produkte des Rappers Kanye West zusammen. Nach rassistischen und sexistischen Äußerungen Wests hatte Adidas die Zusammenarbeit Ende 2022 aufgekündigt und 2023 mit dem Abverkauf der zuvor höchst erfolgreichen Produkte begonnen. Der Umsatz von über 1,2 Milliarden Euro mit Wests Yeezy-Produkten im Jahr 2022 sank 2023 auf 750 Millionen Euro. Für das laufende Jahr werden noch 250 Millionen Euro erwartet.