Zur Bergung eines Schwans ist es im Rahmen der Amtshilfe am Donnerstagnachmittag, 18. Februar 2021, zu einem gemeinsamen Einsatz der Feuerwehr Möhrendorf und des THW-Ortsverbandes Baiersdorf auf einem der sogenannten "Oberndorfer Weiher" westlich der Schleuse Erlangen gekommen. Das berichtet die Kreisbrandinspektion Erlangen-Höchstadt.  

Das Veterinäramt Erlangen-Höchstadt hatte um Unterstützung bei der Bergung eines toten Schwanes, der auf der nur noch dünnen Eisfläche des Gewässers lag, nachgesucht. Wie am Freitag (19. Februar 2021) bekannt wurde, ist im Landkreis Erlangen-Höchstadt ein Geflügelpest-Fall aufgetreten. Ab Samstag gelten Schutzmaßnahmen für alle Geflügelhalter. 

Dünne Eisdecke auf Oberndorfer Weiher: Bergung von Schwan nur mit leichtem Boot möglich

THW-Ortsbeauftragter Jonathan Wedler und Kreisbrandinspektor Stefan Brunner erkundeten daraufhin die Einsatzstelle und stellten fest, dass das Tier nur mit einem leichten Boot, das durch den umliegenden Wald getragen werden musste, vom Eis gebracht werden konnte. Deshalb ließen danach ein kleines Team des THW mit einem Schlauchboot und die örtlich zuständige Feuerwehr Möhrendorf an den in einem Waldgebiet liegenden Weiher nachrücken.

Eine Amtstierärztin und ein Feuerwehrmann, beide mit Einweg-Schutzanzügen und mit Schwimmwesten ausgestattet, wurden dann in dem Boot mittels über den Weiher gespannten Seilen über die bereits knackende Eisfläche gezogen und verpackten den großen Wasservogel in einem Bergesack.

Anschließend wurde der Bereich, in dem der Schwan gelegen hatte, vorsichtshalber mit Brandkalk desinfiziert, da weitere Schwäne den Einsatz aus der Nähe beobachteten und vermieden werden sollte, dass diese mit eventuell dort vorhandenen Krankheitskeimen in Kontakt kommen sollten. Nach weiteren persönlichen Desinfektions- und Dekontaminations-Maßnahmen der eingesetzten Kräfte wurde das tote Tier von der Mitarbeiterin des Veterinäramtes zusammen mit einem weiteren, tot am Ufer aufgefundenen Singvogel, zur Feststellung der Todesursache zum Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit nach Erlangen gebracht.