Kostenloser Lesestoff in Höchstadt: Rotary Club spendet Büchersäule in der Innenstadt
Autor: Mirjam Stumpf
Höchstadt a. d. Aisch, Donnerstag, 02. Mai 2019
In Höchstadt gibt es nun kostenlose Lektüre zum Mitnehmen. Der Rotary Club spendete der Stadt eine Büchersäule, die am Donnerstag offiziell übergeben wurde.
Auf den ersten Blick mag es ungewöhnlich erscheinen. Ein Bücherschrank mitten in der Stadt? Gehört so etwas nicht eher in ein Wohnzimmer oder in eine Bibliothek?
Eine mit reichlich Büchern befüllte Säule steht nun "Am Graben" in der Innenstadt. Gespendet hat sie der Rotary Club Höchstadt unter der Präsidentschaft von Thomas Pickel, um Anreize zum Lesen zu schaffen. Dort lädt die Säule nun jeden dazu ein, sich bei Interesse Bücher zu nehmen, aber auch, selbst welche hineinzustellen. Gestern wurde die Säule offiziell der Stadt übergeben.
Das Prinzip der Tauschstation ist schnell erklärt. Passanten können in den Büchern vieler Sparten nach Belieben stöbern, sie durchblättern und wenn sie eines anspricht einfach mitnehmen.
Andererseits ist jeder angehalten, selbst Bücher dazuzustellen, die sonst im eigenen Zuhause nur verstauben würden. "Die Büchersäule soll dazu einladen, sich mit Büchern auseinanderzusetzen", begründet Pickel die Initiative.
Leseförderung als Ziel
Die Themen Leseförderung und Bildung habe sich der Clubpräsident zum Schwerpunkt seiner einjährigen Amtszeit gemacht. "Ich bin überzeugt, dass Lesen eine Schlüsselqualifikation ist", so Pickel.
Bereits im vergangenen Jahr hatte er deswegen eine Aktion in Grundschulen initiiert. Damals hat der Rotary-Club 300 Bücher an die Erstklässler der Grundschulen in der Region gespendet, um deren Lese- und Schreibfähigkeit zu fördern, so der Clubpräsident.
Klassiker und Reiseführer
Bürgermeister Gerald Brehm (JL) erhofft sich, dass die Säule in Höchstadt gut angenommen wird. "Vom Design her fügt es sich schon einmal gut ein", sagt der Bürgermeister und deutet dabei auf die angrenzenden Sitzgruppen um einen Springbrunnen, die bekanntermaßen in einem ähnlichen rostroten Ton gehalten sind. Die Stadt werde gerade in den ersten Wochen nun auch ein Auge auf den Schrank haben, versicherte Brehm, auch um zu gewährleisten, dass nach einiger Zeit weder zu viele noch zu wenige Bücher im Schrank sind.