Herzogenauracher Heldinnen
Autor: Verena Stephan
Herzogenaurach, Donnerstag, 30. April 2020
Wer in einem systemrelevanten Berufsfeld arbeitet, hat in diesen Tagen viel zu erzählen.
In Zeiten von Corona wird uns allen viel abverlangt: Home-Office, Kinderbetreuung und Ausgangsbeschränkungen. Doch nicht alle Herzogenauracher können von zu Hause arbeiten, denn Kontaktverbot hin oder her, Lebensmittelhandel und Gesundheitswesen müssen weiterlaufen.
Stellvertretend für alle "Helden des Alltags" wie Verkäuferinnen, Krankenpflegerinnen, Kassiererinnen, Arzthelferinnen, Ärzte, Hebammen, Apotheker, Rettungssanitäter, Mitglieder der Feuerwehren, Polizisten, Zulieferer, Seelsorger, Bestatter, Mitarbeiterinnen der Ämter, Psycho- und Physiotherapeuten, Tierärzte und -pfleger und alle, die sonst noch in diesen schwierigen Zeiten die Stellung, haben wir mit einigen Herzogenaurachern gesprochen und mal nachgehakt, wie das so ist, wenn man in einem systemrelevanten Berufsfeld tätig ist.
Fragen an Nicole Weichert, Verkäuferin bei der Bäckerei Polster:
Inwiefern hat sich Ihr Arbeitsalltag durch Corona verändert?
Es ist umstrukturiert worden, wir haben weniger Personal im Einsatz und arbeiten in getrennten Schichten, um gesunden Ersatz in der Hinterhand zu haben, falls eine Kollegin erkrankt. In der Backstube ist auch Kurzarbeit, deswegen haben wir uns aufs Kernsortiment beschränkt. Es ist eine Umstellung, aber es ist zu schaffen.
Es wurden ja auch Schutzmaßnahmen ergriffen, die geben bestimmt Sicherheit, oder?
Auf jeden Fall. Wir haben die Plexiglasscheiben als Spuckschutz und natürlich auch Handschuhe, Desinfektionsmittel und Mundschutz. Da haben wir auch absoluten Rückhalt vom Chef und der Verkaufsleitung und es wird alles getan, was machbar ist.