HEC klärt über Organspende auf
Autor: Theresa Schiffl
Höchstadt a. d. Aisch, Donnerstag, 14. Februar 2019
Mit der Aktion Traumpass wollen die Höchstadt Alligators auf das Thema Organspende aufmerksam machen und informieren bei ihrem Spiel am Sonntag darüber. Viele Spieler, wie Markus Babinsky, haben schon einen Spenderausweis.
Noch immer warten über 143 000 Menschen in Europa auf ein passendes Spenderorgan. Im vergangenen Jahr haben 955 Menschen bundesweit nach ihrem Tod ihre Organe für schwerkranke Patienten gespendet.
Im Vergleich zum Vorjahr mit 797 Spender ist das eine Steigerung von 20 Prozent. Von diesen Spendern konnten 3 113 Organe durch die internationale Vermittlungsstelle Eurotransplant (ET) an die Patienten auf den Wartelisten vermittelt werden.
Alligators informieren
Dieses Thema hat auch die Sportler und Vereinsmitglieder der Höchstadt Alligators beschäftigt. HEC-Sprecherin caroline Hauke, sei die Idee für die Aktion Traumpass gekommen. Am 17. Februar informieren sie bei ihrem Eishockey-Spiele gezielt über den lebensrettenden orange-blauen Spenderausweis.
"Ich fand, dass eines unserer Spiele eine gute Gelegenheit wäre mit relativ kleinem Aufwand eine recht große Masse an Menschen zu erreichen und diese auf das Thema aufmerksam zu machen", erklärt sie.
Aus ihrem persönlichen Umfeld wisse sie, dass viele dem Ganzen gegenüber aufgeschlossen seien. Trotzdem haben sie keinen Organspendeausweis, weil es sich "irgendwie noch nie ergeben hat einen auszufüllen.
Eine Entscheidung treffen
Auf eine Organspende wartet auch die 41-jährige Kerstin Flory aus Uehlfeld schon seit neun Jahren. Sie wartet auf eine Spenderniere und muss seit vielen Jahren zur Dialyse. "Die Menschen beschäftigen sich erst damit, wenn es sie selbst betrifft", meint sie.
Wichtig sei, dass die Menschen eine klare Entscheidung treffen. Dadurch würde man es ihrer Meinung nach auch den Angehörigen leichter machen, wenn es wirklich um die Frage "Organspende - ja oder nein?" ginge. "Man übernimmt für so viel Verantwortung, aber seltsamerweise nicht dafür, was mit dem eigenen Körper einmal passiert."