Der Handball-Bundesligist HC Erlangen befindet sich seit Ende März in Quarantäne. Am 30. März 2021 wurden drei Spieler positiv getestet. Seitdem wurden bei immer mehr Spielern Corona-Infektionen erkannt. Mittlerweile ist nahezu die gesamte Mannschaft inklusive Betreuerstab infiziert, wie der Klub auf seiner Homepage berichtet.

"Trotz strikter Einhaltung aller Vorsichtsmaßnahmen konnte sich das Virus enorm schnell verbreiten. Um es klar zu sagen, es hat uns wirklich voll erwischt", sagt HCE-Geschäftsführer René Selke. Vor allem die britische Mutation grassiere in der Mannschaft, die weiter in Quarantäne verbleibt. An professionellen Spielbetrieb sei momentan nicht zu denken. "Dies zeigt leider sehr eindrucksvoll, was uns bei der Ursachenforschung  führende Experten bestätigen haben. Die gerade in Deutschland vorherrschende Mutante des Corona-Virus ist sehr viel aggressiver und wesentlich ansteckender", sagt Selke.

Handball-Bundesligist in Quarantäne: Masseninfektionen beim HC Erlangen

Die Spieler, die seit Wochen zuhause sitzen, versuchten sich mit individuellen Fitnessprogrammen in Form zu halten. Das hat jedoch nur bedingt geklappt, wie Selke zugibt: "An ein fit halten war bei den meisten Spielern nicht zu denken. Diese Zeit hat uns schon deutlich zurückgeworfen." 

Wann der HC Erlangen ins Training zurückkehren und den Spielbetrieb wiederaufnehmen kann, ist derzeit offen.  An eine Freigabe für Sport sei bei vielen Spielern derzeit nicht zu denken, erklärt Selke: "Erschwerend hinzu kommt, dass sich die Dauer der Quarantäne von Spieler zu Spieler unterscheidet, sodass sich auch nach wie vor einige Team-Mitglieder in häuslicher Isolation befinden."

Klar ist: Das für Sonntag angesetzte Bundesliga-Heimspiel gegen Minden ist abgesagt. Es ist das dritte Spiel der Mittelfranken am Stück, das verlegt werden muss. Weitere Absetzungen dürfen folgen. Das nächste Punktspiel ist für den 25. April 2021 angesetzt.

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