Erlanger Restaurant "Sangam": Wirt sorgt sich um seine Mitarbeiter
Autor: Nele Nitschky
Erlangen, Montag, 13. Juli 2026
Ein hartnäckiges Problem lässt dem Wirt des Erlanger Restaurants "Sangam" keine Ruhe. Der Gastronom blickt mit wachsender Sorge auf seine Mitarbeiter.
"Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll." Der Inhaber des indischen Restaurants "Sangam", Simran Momy, wirkt ratlos. Seit Wochen bleibt ein Großteil der Gäste aus. Seiner Ansicht nach hat das einen ganz bestimmten Grund: Seit Anfang Juni beherrschen Baustellen den Großteil der Zufahrtsstraßen zu seinem Restaurant in der Martinsbühler Straße 1 in Erlangen.
Das hat Folgen: "Der Umsatz ist um 20 bis 30 Prozent eingebrochen", sagt Momy im Gespräch mit inFranken.de. Zwar sei am Wochenende noch einiges los - doch unter der Woche, wenn das "Sangam" eine Mittagskarte anbietet, seien kaum noch Gäste da.
Erlanger Restaurant "Sangam": Weniger Gäste wegen Baustellen - Fixkosten laufen weiter
"Die Leute brauchen heute für eine Strecke, die früher zehn Minuten gedauert hat, 25 Minuten." Diesen Umweg wollten einige nicht in Kauf nehmen, vermutet der Inhaber. Viele potenzielle Kunden hätten außerdem mittags nicht viel Zeit. "Es war keine gute Idee, alles auf einmal zu sperren", kritisiert er. Seit die Baustelle angefangen habe, spüre er die Auswirkungen.
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Wie lange er die Situation noch durchhalten kann, das weiß Simran Momy nicht. Trotz Umsatzeinbußen laufen die Fixkosten des Lokals weiter und auch Köche und Servicemitarbeiter muss der Gastronom bezahlen. Verlieren möchte er seine Mitarbeiter eigentlich nicht.
Er habe einen Antrag auf Kurzarbeit eingereicht. Doch die Bundesagentur für Arbeit habe diesen abgelehnt, erzählt Momy. Der Begründung: Das "Sangam" sei für die Kunden noch über eine Straße erreichbar.
Wirt schildert angespannte Lage: "Eventuell müssen wir Leute kündigen"
Wenn sich die Situation nicht bessert, sieht Simran Momy nur noch einen Ausweg: "Wir müssen schauen. Eventuell müssen wir Leute kündigen."
Von der Stadt hätte er sich eine andere Planung gewünscht. Beispielsweise erst eine Baustelle fertigzustellen und anschließend an der nächsten Stelle zu bauen. Hätte er außerdem früher von den Vorhaben gewusst, "dann hätten wir besser mit unseren Mitarbeitern planen können".