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Erlanger Kult-Gaststätte "Unicum" gerettet - Minister mit froher Botschaft


Autor: Julian Drescher

Erlangen, Freitag, 26. Juni 2026

Dem Pächter des populären Erlanger Lokals "Unicum" drohte nach Pachtende die Räumung. Doch nun gibt es eine überraschende Wende - mit Beteiligung des bayerischen Innenministers.
Innenminister Joachim Herrmann veröffentlichte dieses Bild, aufgenommen vor dem Lokal "Unicum" in seiner Heimatstadt Erlangen.


Für viele Erlanger ist das Unicum mehr als nur eine Gaststätte. Seit Jahrzehnten ist der beliebte Biergarten ein Treffpunkt für Studenten, Familien und Alteingesessene gleichermaßen.

Nachdem der Pachtvertrag Ende 2025 ausgelaufen war, drohte dem Kult-Lokal das Aus. Doch nun gibt es gute Nachrichten aus dem Bayerischen Landtag.

"Unicum": Erlanger Gastronomiebetreib kann nach Landtagsbeschluss weiterbestehen

Das Unicum kann bestehen bleiben. Der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags habe die "Immobilien Freistaat Bayern" ermächtigt, einen Vertrag mit dem bisherigen Pächter abzuschließen, wie Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) mitteilte. Die Räumungsfrist war für den Pächter nur bis zur Entscheidung des Haushaltsausschusses ausgesetzt worden.

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Das Unicum sollte ursprünglich zum 30. September 2025 schließen, weil die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) den Pachtvertrag nicht verlängert hatte. Grund waren Brandschutzmängel und fehlende Fluchtwege im ersten Obergeschoss. Die Schätzung der Kosten einer Sanierung lag in Millionenhöhe - Gelder, die der FAU nicht zur Verfügung gestanden hatten, wie die Kollegen vom Fränkischen Tag berichteten (Plus). Deswegen habe die "Immobilien Freistaat Bayern" eine andere staatliche Nutzung oder einen Verkauf prüfen sollen. Das staatliche Unternehmen verwaltet nach eigenen Angaben die Immobilien und Grundstücke des Freistaates Bayern.

Der Innenminister teilt mit, dass er sich selbst ebenso wie sein Landtagskollege Walter Nussel (CSU) beim Bauministerium für den Fortbestand des Gaststättenbetriebs starkgemacht habe. Über die Entscheidung zeigt sich Joachim Herrmann, der selbst in Erlangen wohnt, erfreut: "Für viele Erlanger ist das Unicum etwas ganz Besonderes - seit Jahren ein Treffpunkt für Freunde und Familien, für Studierende und Alteingesessene gleichermaßen." Ein Stück Erlanger Tradition könne nun weitergeführt werden. Herrmann ist gebürtiger Münchner, wuchs aber ab 1959 in Erlangen auf. Der Politiker vertritt den Stimmkreis Erlangen-Stadt im Bayerischen Landtag.

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