"Flinke Liese" macht Höchstadter Senioren mobil
Autor: Yannick Hupfer
Höchstadt a. d. Aisch, Donnerstag, 21. Sept. 2017
14 Ehrenamtliche werden künftig abwechselnd den Seniorenbus lenken.
Höchstadt- Die "Flinke Liese" soll in Höchstadt ab dem 16. Oktober für Mobilität rund um Höchstadt stehen- vor allem für ältere Menschen. Das Elektrofahrzeug soll eine Art Shuttleservice werden. So können ältere Menschen, die nicht mehr gut zu Fuß sind oder nicht anders in die Innenstadt gelangen, auf die Hilfe des Busses zurückgreifen, um einzukaufen oder zum Arzt zu gehen. Das Fahrzeug wird dabei komplett elektrisch angetrieben. "Wir sind gewillt, in Hinblick auf die Energiewende und in Hinblick auf soziale Aspekte, Rechnung zu tragen", erklärt Bürgermeister Gerald Brehm (JL).
Trott aller moderner Technik braucht es Menschen, die den Kleinbus lenken und die Insassen sicher von A nach B bringen. Hierzu haben sich bisher 17 Ehrenamtliche gefunden, die am Mittwoch und Donnerstag eingewiesen wurden. Zum Teil kommen sie von der Ehrenamtsbörse. Im zentralen Fokus ihrer Arbeit steht der Slogan: "Menschen für Menschen". Doch um den Menschen, die sie befördern wollen, auch wirklich helfen zu können, brauchte es eine Einweisung, die von Jan Pyschny, Leiter des BRK Wohnen und Leben in Etzelskirchen, durchgeführt wurde.
Er zeigte den Ehrenamtlichen, wie man das Auto zu einem Rollstuhlfahrzeug umfunktioniert. Hierzu wird aus dem 7-Sitzer ein 5-Sitzer. Die zwei Stühle in der letzten Reihe werden zur Seite geklappt. Über die Heckklappe kann eine Rampe ausgefahren werden, über die der Rollstuhlfahrer dann in das Auto geschoben wird. Damit aber auch die Sicherheit nicht zu kurz kommt, wurden vier Gurte zur Sicherung des Rollstuhls verbaut. Der Insasse selbst wird von einem extra Schultergurt, wie bei einem normalen Auto, fixiert.
Für Brehm und die Stadt Höchstadt war der Wunsch nach solch einem Fahrzeug schon seit längerem da. Demnach sei es gerade wegen des demografischen Wandels wichtig, die Menschen aus den umliegenden Gemeinden in die Innenstadt befördern zu können. "Es ist ein wunderbares und stimmiges Projekt", zeigt sich Brehm sichtlich begeistert. Auch im Hinblick auf das Aischpark-Center, das aktuell noch gebaut wird, hält er die Mobilität für wichtig. Sollte das Projekt funktionieren, sei es demnach auch möglich ein weiteres Projekt dieser Art zu starten.