Der Klärschlamm ist in Adelsdorf nicht genügend stabilisiert. Dadurch fällt eine große Menge an, aber auch die Voraussetzungen der Betriebserlaubnis sind nicht erfüllt. Schon seit Längerem sucht deshalb die Gemeinde nach einer Lösung.

Technisch gibt es zwei Möglichkeiten, die Feststoffe ausfaulen zu lassen: in einem großen Becken unter Luftzufuhr, die sogenannte aerobe Faulung, oder in abgeschlossenen Behältern, die anaerobe Faulung. Bei ihr entsteht Faulgas, das in einem Blockheizkraftwerk in Strom verwandelt werden könnte.

Die anaerobe Technik wurde bis vor wenigen Jahren nur in großen Kläranlagen eingesetzt. Das Ingenieurbüro Dr. Siekmann hat eine Technik entwickelt, die den Einsatz auch in Anlagen unter 20 000 Einwohnerwerten rentabel macht. Adelsdorf hat derzeit 16 000, die Analge kann bis auf 25 000 Einwohnerwerte ausgebaut werden.