FAU trauert um Altkanzler Thomas Schöck: "Lenker mit Herz und Humor"
Autor: Milena Graf
Erlangen, Freitag, 28. August 2026
Der langjährige Kanzler der FAU, Thomas Schöck, ist im Alter von 77 Jahren verstorben. In einem bewegenden Nachruf hat die Universität ihre Trauer zum Ausdruck gebracht.
Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) hat am Freitag (28. August 2026) über den Tod ihres Altkanzlers Thomas Schöck informiert. Seine Amtszeit - von 1988 bis 2014 - war laut der FAU die längste Dienstzeit eines Universitätskanzlers in Bayern.
Nun ist Schöck, den die FAU in ihrem Nachruf als einen "Lenker mit Herz und Humor" bezeichnet, im Alter von 77 Jahren verstorben.
Thomas Schöck ist tot: FAU trauert um "einen einzigartigen Menschen"
"Die Universität trauert um einen einzigartigen Menschen", schreibt die FAU in ihrem Nachruf. Seinen am 30. Juni 2014 beginnenden Ruhestand bezeichnet die FAU als "Formalie", da Schöck auch in den Jahren danach immer zur Stelle gewesen sei, wenn seine Universität ihn brauchte. Im Rahmen dieses Engagements sei er Fürsprecher, Vermittler, Repräsentant oder Ratgeber "weiterhin mit großer Selbstverständlichkeit" für die FAU da gewesen.
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Unter Schöcks Leitung unterlief die FAU große Veränderungen, die er aktiv mittrug. Er setzte sich "mit Nachdruck" für Gleichstellung ein, so die FAU. Nur ein Jahr nach seinem Dienstantritt wurde an der FAU die erste Gleichstellungsbeauftragte bestellt.
Ebenso am Herzen lag Schöck die Vereinbarkeit von Beruf und Familie; dafür brachte er Projekte wie die erste Kinderkrippe an der FAU auf den Weg, gründete auch die Arbeitsgemeinschaft Chancengleichheit und richtetet den Familienservice ein.
"Bestes Konzept einer Hochschule für Gleichstellungsauftrag" – Engagement für Förderung und Chancengleichheit
Seine Alma Mater würdigte ihn in ihrem Nachruf als einen der Gründe dafür, dass die FAU 2008 vom Freistaat Bayern "für das beste Konzept einer Hochschule im Hinblick auf den Gleichstellungsauftrag" ausgezeichnet wurde.
Auch die internationale Verortung der FAU als wissenschaftlicher Standort, von dem aus viele Studierende der Universität Wege ins Ausland fanden, florierte und wuchs unter Schöck. Das betont auch die FAU in ihrem Nachruf. 2008 wurde Schöck das Bundesverdienstkreuz verliehen; damit würdigt die Bundesrepublik Deutschland besondere Leistungen etwa im geistigen, kulturellen oder ehrenamtlichen Bereich.