Erlangen: Professor mit Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis ausgezeichnet
Autor: Redaktion
Erlangen, Donnerstag, 09. Dezember 2021
In Erlangen ist Peter Hommelhoff, Inhaber des Lehrstuhls für Laserphysik, mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis ausgezeichnet worden.
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat die Preisträgerinnen und Preisträger des Gottfried Wilhelm Leibniz-Preises 2022 bekannt gegeben, wie die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg mitteilt. Einer davon ist Prof. Dr. Peter Hommelhoff von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). Die Aufnahme ins Gottfried Wilhelm Leibniz-Programm gilt als wichtigste Forschungsförderauszeichnung in Deutschland und setzt herausragende wissenschaftliche Leistungen voraus.
„Die FAU gratuliert Prof. Dr. Peter Hommelhoff von Herzen zu dieser Auszeichnung! Er ist ein Wissenschaftler, der mit Herzblut und großem Einsatz herausragende Forschungserfolge erzielt – und steht damit beispielhaft für die Leidenschaft, mit der an der FAU geforscht wird“, sagt FAU-Präsident Prof. Dr. Joachim Hornegger.
Prof. Peter Hommelhoff, der an der FAU den Lehrstuhl für Laserphysik innehat, ist wegweisend auf gleich mehreren Gebieten der Physik.
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Das Gebiet der ultraschnellen Elektronenkontrolle hat er mit bahnbrechenden Grundlagenexperimenten vorangetrieben. So entwickelte er bereits als Postdoc in Stanford eine femtosekundenschnelle Elektronenquelle: Eine Femtosekunde entspricht einem Millionstel einer Milliardstel Sekunde. Die Starkfeldphysik demonstrierte er erstmals auch an Festkörper-Oberflächen.
Doch nicht nur das Gebiet der Lichtfeld-getriebenen Elektronik hat Peter Hommelhoff in den vergangenen zehn Jahren maßgeblich geprägt. Aufbauend auf seinen exzellenten Arbeiten zu Elektronenquellen hat Hommelhoff ein ganz neues Forschungsfeld eröffnet: die Laserbeschleunigung von Elektronen an photonischen Strukturen.
In einem aktuellen Forschungsprojekt setzt Hommelhoff alles daran, gegenwärtig verfügbare Teilchenbeschleuniger stark zu verkleinern. Während die meisten Menschen bei Teilchenbeschleunigern sofort an den großen Ring des CERN in der Schweiz denken, wo Grundlagen der Materie erforscht werden, beschäftigt sich Hommelhoff mit den alltäglicheren Anwendungen von Teilchenbeschleunigern.
Denn in der Medizin wird die Technologie ebenfalls eingesetzt: sei es in Bildgebungsverfahren oder in Strahlenkliniken in Form von Elektronen-Linearbeschleunigern zur Bekämpfung von Tumoren – und natürlich mit geringeren Teilchenenergien als am CERN.