Erlangen: Farbenfrohe Helfer für Brustkrebspatientinnen - Ehrenamtliche nähten Herz- und Gurtkissen
Autor: Redaktion
Erlangen, Freitag, 03. Juni 2022
Die beiden Ehrenamtlichen Heike Kizer und Gabriele Reuschl haben für die Brustkrebspatientinnen der Uni-Klinik Erlangen 300 Herz- und Gurtkissen genäht. Diese Kissen helfen den Patientinnen demnach, nach der Operation Schmerzen zu lindern.
Noch einige Wochen nach einer Brustkrebsoperation hätten Patientinnen oftmals starke Wundschmerzen. "Um diese zu lindern, dienen Kissen in Herzform als Unterstützung im Alltag. Bequem unter die Achsel geklemmt reduzieren sie die Schwellung des Arms, mindern das Druckgefühl und fördern die Wundheilung sowie den Lymphfluss."
Wie das Universitätsklinikum Erlangen berichtet, spendeten nun Heike Kizer und Gabriele Reuschl 150 dieser handgenähten Unikate an die Frauenklinik des Universitätsklinikums. Aus Stoffresten fertigten die beiden Freundinnen demnach außerdem 150 Gurtkissen. So erhalte nun jede Brustkrebspatientin zu ihrem Herzkissen einen weiteren handgefertigten Helfer, der beispielsweise beim Autofahren oder beim Tragen einer Umhängetasche den Druck auf den Brustbereich reduziere.
„Wir freuen uns sehr über die schönen bunten Kissen und bedanken uns ganz herzlich für die Mühe. In unserem Universitäts-Brustzentrum Franken finden sehr viele Brustoperationen statt, die Kissen sind hier also in jedem Fall an der richtigen Stelle“, so Carolin Hack, leitende Oberärztin der Frauenklinik, bei der Übergabe.
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Durch einen Zeitungsartikel wurden Heike Kizer und Gabriele Reuschl laut Uniklinik erstmals auf die Herzkissen aufmerksam. "Daraufhin überlegten sie nicht lange: Als eingespieltes Team, das bereits mehrere Nähprojekte gemeinsam umgesetzt hatte, machten sie sich an die Arbeit, um die Brustkrebspatientinnen der Erlanger Frauenklinik zu unterstützen. Zahlreiche übrig gebliebene Stoffreste brachten die beiden Freundinnen schließlich auf die Idee, zusätzlich Gurtkissen zu nähen. Mittels eines Klettverschlusses lassen sich diese schnell und einfach an einem Gurt oder Taschenhenkel befestigen und dienen so als Polster auf den schmerzenden Körperstellen nach einer Brustkrebsoperation", so die Uniklinik.