Prof. Dr. Matthias W. Beckmann, Direktor der Frauenklinik des Uniklinikums Erlangen, erhielt jetzt das erstmalig verliehene Ehrendiplom der Kolposkopie für besondere Dienste in der Kolposkopie – einer Untersuchung zur Erkennung gynäkologischer Krebserkrankungen. Wie das Uniklinikum Erlangen berichtet, wurde ihm das Diplom im Rahmen des 64. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V. (DGGG) in München von PD Dr. Volkmar Küppers, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Zervixpathologie und Kolposkopie e. V. (AG CPC) überreicht.

Mit der Initiierung des Nationalen Krebsplans im Jahr 2008 durch das Bundesministerium für Gesundheit benannten die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG), die Deutsche Krebshilfe (DKH) und die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren (ADT) die Weiterentwicklung der onkologischen Versorgungsstrukturen und der Qualitätssicherung in der Krebsfrüherkennung als einen ihrer Schwerpunkte. 2014 wurden die Zertifizierungsstrukturen für Dysplasie-Sprechstunden und Dysplasie-Einheiten nach der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO), der DKG, der AG CPC und der DGGG eingeführt.

Dieses heute deutschlandweit eingerichtete Abklärungssystem für Frauen mit auffälligem Befund der Vulva, der Vagina oder der Zervix prägte Prof. Beckmann zusammen mit PD Dr. Simone Wesselmann und Dr. Jens Quaas maßgeblich mit (Aufbau des Zertifizierungssystems „Gynäkologische Dysplasie“ in Deutschland. M. W. Beckmann, J. Quaas, A. Bischofberger, A. Kämmerle, M. P. Lux, S. Wesselmann. Geburtsh Frauenheilk 2014; 74: 860-867).

Zudem werden unter Prof. Beckmanns wissenschaftlicher Leitung seit 2001 jährlich Kolposkopie-Weiterbildungskurse an der Frauenklinik des Uniklinikums Erlangen durchgeführt und qualifizierte Frauenärztinnen und Frauenärzte sowie zertifizierte AG-CPC-Kursleiterinnen und -leiter ausgebildet.

Die AG CPC ist eine der ältesten Arbeitsgemeinschaften innerhalb der Gynäkologie und Geburtshilfe in Deutschland. Sie ist eine mitgliederstarke interdisziplinäre Institution von Ärztinnen und Ärzten verschiedener Fachdisziplinen aus Praxis, Klinik, Labor und Universität. Eine der wesentlichen Aufgaben der Arbeitsgemeinschaft ist die Ausgabe eines Kolposkopie-Diploms an alle Teilnehmenden eines Basis- oder Fortgeschrittenenkurses nach bestandener Prüfung.