Erlangen: Der Aromagarten der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen. Große Feierlichkeiten sind coronabedingt natürlich nicht möglich. Anlass zur Freude besteht trotzdem: Ab sofort ist der Aromagarten wieder für Besucherinnen und Besucher geöffnet – und: Da die Inzidenz in Erlangen zurzeit unter 100 liegt, öffnet auch der Botanische Garten unter Auflagen eingeschränkt wieder seine Pforten.

Da Botanische Gärten bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 nur mit Kontaktnachverfolgung und FFP2-Maske besucht werden dürfen, sind entsprechende Einlasskontrollen erforderlich. Diese kann der Botanische Garten derzeit nur an den Feiertagen und Wochenenden abdecken. Daher ist der Garten am Donnerstag, den 13. Mai, von 11.00 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnet. Weitere Öffnungen sind für die kommenden Wochenenden sowie die Feiertage geplant.

So können Sie den Erlanger Aromagarten besuchen 

Am Ein- und Ausgang erfolgt eine (digitale) Kontakterfassung über das Portal „Darf ich rein?“, der Download einer App ist nicht notwendig. Die maximale Besucherzahl ist begrenzt; nur der Eingang an der Wasserturmstraße ist geöffnet. Ein Besuch der Gewächshäuser ist noch nicht möglich. Der Aromagarten ist ab sofort von 8 Uhr bis 18 Uhr ohne Kontakterfassung zugänglich. Natürlich gelten auch hier die AHA-Regeln.

Als am 24. Juli 1981 der Aromagarten eröffnet wurde, galt er als der weltweit erste und einzige seiner Art. Nach 40 Jahren hat sich zwar manches verändert, geblieben ist aber ein Experimentier- und Lernumfeld über Pflanzen mit aromatischen Inhalts-stoffen. Seine Entstehung verdankt der Garten an der Palmsanlage dem Engagement von Prof. Dr. Karl Knobloch vom damaligen Institut für Botanik und Pharmazeutische Biologie der FAU. Als Biologe und Pharmazeut lag ihm viel an den Inhaltsstoffen und deren Verwendung, aber auch der kulturellen und wirtschaftlichen Nutzung von Pflanzen, die Aromen in sich tragen. So begann er mit finanzieller Unterstützung der Stadt Erlangen und der Universität 1979 damit, auf dem ebenen Biegelberger Acker einen Garten anzulegen.

Das knapp ein Hektar große Areal wurde bei der Gestaltung in eher trockene Hügel und teils feuchte Senken sowie einen kleinen Teich gegliedert. Bei der Pflanzenauswahl standen und stehen naturgemäß die aromatischen Inhaltsstoffe und Verwendungsmöglichkeiten im Vordergrund. Um dies erfahrbar und nutzbar zu machen, wurden viele Arten relativ großflächig gepflanzt. Bis heute hält sich vielleicht auch deshalb das Gerücht, jeder könne sich hier Kräuter für die eigene Küche „mitnehmen“ – was jedoch nicht stimmt.