Jantschke baut ein "Business Center" für Herzo
Autor: Bernhard Panzer
Herzogenaurach, Mittwoch, 22. Februar 2017
Steuerberater Jantschke zieht aus der Hauptstraße ins Gewerbegebiet. Dort entstehen auch flexible Büros für Freelancer und Neueinsteiger.
Die Anforderungen und Ansprüche für junge Unternehmer haben sich geändert. Im Computer-Zeitalter reicht es oft schon, etwas Platz zur Verfügung zu haben: einen Schreibtisch, Wlan für den Laptop, Scanner und Faxgerät vielleicht und idealerweise noch eine Sekretärin. So etwas kann man mieten, zeitlich begrenzt und flexibel gestaltet.
Was in Großstädten schon Usus ist, hat der Herzogenauracher Ralf Jantschke aufgegriffen. Er setzt eine Vision um und bietet bald solch flexible Büroflächen an. Im neuen Gewerbegebiet an der Bamberger Straße baut der Steuerberater und Unternehmercoach das "Herzo Business Center".
Freilich ist dieses Flex-Office nur ein Teil des Vorhabens, sagt Jantschke im FT-Gespräch. Denn der Hauptgrund des Projektes ist der Umzug seiner Kanzlei. Bisher ist diese auf einer Fläche von knapp 300 Quadratmeter, auf zwei Etagen verteilt, am Türmersturm "eingequetscht" - oberhalb des Turmkämmerla. Nach mehr als 20 Jahren dort ist eine Erweiterung nun überfällig. Auf dem Areal an der Nordumgehung hat der 52-Jährige ein passendes Grundstück gefunden.
Gebaut wird auf vier Etagen, jede hat etwa 800 Quadratmeter. Diese Fläche steht ihm dann auch für die neue Kanzlei zur Verfügung. Sein Team mit 18 Mitarbeitern will er verstärken, EDV-affin, wie er sagt, also auch mit IT-Fachkräften. Denn auch in der Buchführung liege die Zukunft in der Automatisierung. Und als Steuerberater wolle er bei technischen Innovationen selbstredend vorne mit dabei sein.
Jantschke preist sein Projekt bei seinen Kunden als eine neue Unternehmerwelt in der Metropolregion Nürnberg an. Es werde eine "neue Welt des Arbeitens, Denkens und Lernens" werden, ganz abgestimmt auf das Zeitalter der Digitalisierung. Diesen Business-Service will er allen Unternehmern anbieten, die in der Metropolregion angesiedelt sind. Sein Flex-Office auf der 800 Quadratmeter großen Fläche im ersten Obergeschoss soll vom kleinen Wlan-Arbeitsplatz mit Klapptisch bis zu abgetrennten Büros reichen. All das kann gemietet werden, für wenige Tage bis über Monate hinweg.
Und da wird aus dem konkreten Vorhaben auch gleichermaßen eine Vision. "Wir wollen eine Atmosphäre zum Wohlfühlen schaffen", sagt er. Also einen Mix aus Wohnzimmer, Bistro und Arbeiten. Er zielt da auch auf die Freelancer der großen hier ansässigen Unternehmen. "Herzogenaurach ist bereit dafür", sagt Jantschke.