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Jantschke baut ein "Business Center" für Herzo


Autor: Bernhard Panzer

Herzogenaurach, Mittwoch, 22. Februar 2017

Steuerberater Jantschke zieht aus der Hauptstraße ins Gewerbegebiet. Dort entstehen auch flexible Büros für Freelancer und Neueinsteiger.
Ralf Jantschke mit Mitarbeiterinnen. Der Platz in seiner Kanzlei in der Herzogenauracher Hauptstraße ist zu klein geworden. Zum 50-jährigen Bestehens seiner Firma soll der Neubau zur Jahresmitte 2018 bezogen werden können.


Die Anforderungen und Ansprüche für junge Unternehmer haben sich geändert. Im Computer-Zeitalter reicht es oft schon, etwas Platz zur Verfügung zu haben: einen Schreibtisch, Wlan für den Laptop, Scanner und Faxgerät vielleicht und idealerweise noch eine Sekretärin. So etwas kann man mieten, zeitlich begrenzt und flexibel gestaltet.

Was in Großstädten schon Usus ist, hat der Herzogenauracher Ralf Jantschke aufgegriffen. Er setzt eine Vision um und bietet bald solch flexible Büroflächen an. Im neuen Gewerbegebiet an der Bamberger Straße baut der Steuerberater und Unternehmercoach das "Herzo Business Center".

Freilich ist dieses Flex-Office nur ein Teil des Vorhabens, sagt Jantschke im FT-Gespräch. Denn der Hauptgrund des Projektes ist der Umzug seiner Kanzlei. Bisher ist diese auf einer Fläche von knapp 300 Quadratmeter, auf zwei Etagen verteilt, am Türmersturm "eingequetscht" - oberhalb des Turmkämmerla. Nach mehr als 20 Jahren dort ist eine Erweiterung nun überfällig. Auf dem Areal an der Nordumgehung hat der 52-Jährige ein passendes Grundstück gefunden.

Gebaut wird auf vier Etagen, jede hat etwa 800 Quadratmeter. Diese Fläche steht ihm dann auch für die neue Kanzlei zur Verfügung. Sein Team mit 18 Mitarbeitern will er verstärken, EDV-affin, wie er sagt, also auch mit IT-Fachkräften. Denn auch in der Buchführung liege die Zukunft in der Automatisierung. Und als Steuerberater wolle er bei technischen Innovationen selbstredend vorne mit dabei sein.

Jantschke preist sein Projekt bei seinen Kunden als eine neue Unternehmerwelt in der Metropolregion Nürnberg an. Es werde eine "neue Welt des Arbeitens, Denkens und Lernens" werden, ganz abgestimmt auf das Zeitalter der Digitalisierung. Diesen Business-Service will er allen Unternehmern anbieten, die in der Metropolregion angesiedelt sind. Sein Flex-Office auf der 800 Quadratmeter großen Fläche im ersten Obergeschoss soll vom kleinen Wlan-Arbeitsplatz mit Klapptisch bis zu abgetrennten Büros reichen. All das kann gemietet werden, für wenige Tage bis über Monate hinweg.

Und da wird aus dem konkreten Vorhaben auch gleichermaßen eine Vision. "Wir wollen eine Atmosphäre zum Wohlfühlen schaffen", sagt er. Also einen Mix aus Wohnzimmer, Bistro und Arbeiten. Er zielt da auch auf die Freelancer der großen hier ansässigen Unternehmen. "Herzogenaurach ist bereit dafür", sagt Jantschke.


Eröffnung bis Mitte 2018

Baubeginn des Geschäftshauses soll im Laufe des Jahres sein, Eröffnung dann bis spätestens Mitte 2018. Dann kann die Steuerkanzlei auch ihren 50. Geburtstag feiern. Auch die Aufteilung der einzelnen Etagen ist für den Bauherren schon konkret. Im Erdgeschoss befinden sich Tagungsräume und ein gastronomischer Bereich. Im Dachgeschoss ist ein Innovationsraum geplant, "mit der Möglichkeit des absolut kreativen Arbeitens über den Dächern von Herzogenaurach." Abgeschaut hat er sich das jüngst in Berlin. Dazwischen liegen die Kanzlei, als die zentrale Anlaufstelle, und das Flex Office. Und da ist sie wieder, Jantschkes Vision: "Das Business Center steht für die neue Art des Arbeitens im Netzwerk - tatsächlich und virtuell."