Während aus vielen Orten in Franken in den vergangenen Tagen "Land unter" gemeldet wurde, blieb das Aischtal trotz der starken Regenfälle bisher vor großen Wassermassen verschont. Nur hier und da stieg der Fluss über seine Ufer und überflutete auch tiefer gelegene Verbindungsstraßen.

Diese waren zwar rechtzeitig gesperrt worden, was aber einzelne Autofahrer nicht davon abhielt, es trotzdem zu versuchen. Zwischen Gremsdorf und dem Höchstadter Freibad blieben zwei Fahrzeuge in etwa 60 Zentimeter tiefen Wasser stecken.

"Der vor mir hat es doch auch geschafft", meinte ein älterer Herr, als er am Fronleichnamstag mit seiner Beifahrerin aus seinem Mercedes in die kühlen Fluten stieg. Das Aischwasser war bereits bis auf Sitzhöhe ins Fahrzeug eingedrungen. Die Gremsdorfer Feuerwehr zog den Mercedes wieder aus dem Hochwasser.
Neben 20 Euro Verwarnungsgeld von der Polizei muss der Fahrer auch die Abschleppkosten und den Einsatz der Feuerwehr bezahlen. Der zweite Autofahrer blieb nur wenig später an der selben Stelle stecken. Auch hier war die Gremsdorfer Feuerwehr wieder gefordert. Die Wasserschäden an den beiden Autos schätzt die Polizei auf insgesamt 15 000 Euro.

Die regenreiche Nacht zum Freitag verlief für die Feuerwehren im Raum Höchstadt relativ ruhig. Die Höchstadter wurden in den Schäfergraben gerufen, wo Wasser aus einem Gullydeckel sprudelte. Ihre Kollegen aus Etzelskirchen mussten am Freitagvormittag einen Keller im oberen Bereich des Eichenwegs auspumpen. Dort hatte sich das Wasser über einen Revisionsschacht zurückgestaut.

Gegen 16.30 Uhr hatte am Freitagnachmittag der Scheitelpunkt der Flutwelle den Raum Höchstadt passiert. Der aischaufwärts liegende Pegel Pappoldshofen zeigte nur noch Meldestufe 1 von maximal 4. Kritischer war es zu dieser Zeit an der Laufer Mühle. Dort hatte der Pegel Meldestufe 3 erreicht.