Druckartikel: Das alte Rom wurde lebendig

Das alte Rom wurde lebendig


Autor: Hannah Trapp

Herzogenaurach, Montag, 15. Oktober 2018

Am Herzogenauracher Gymnasium stellten Schüler einen Tag im alten Rom nach
Mit einer Tunika bekleidet betreuten die P-Seminar-Teilnehmer den ganzen Tag die interessierten Kinder und Erwachsenen beim Römertag am Herzogenauracher Gymnasium.  Foto: Hannah Trapp


"Mein Ziel ist es, die Antike zum Leben zu erwecken", erzählt Susanne Hampert, die Leiterin des P-Seminars "Latein" am Gymnasium Herzogenaurach. Ihr Projekt war in diesem Jahr der zweite "Römertag" am Gymnasium. Er fand am vergangenen Samstag statt und lief unter dem Motto: "Rom erobert Herzogenaurach".

Gemeinsam mit den zwölf Schülern ihres Seminarkurses hatte Hampert bereits seit Anfang Februar begonnen, das Projekt auf die Beine zu stellen. Damit war allerhand Arbeitsaufwand verbunden, der vom Basteln bis zum Theater schreiben reichte. Denn zur Begrüßung versuchte die Seminarteilnehmer bereits, die Leute auf kreative Weise in die römische Welt einzuführen, indem sie selbst in die Rollen verschiedener Römer schlüpften und ihr eigens geschriebenes Theater präsentierten.

Anschließend begann die erste von insgesamt drei Runden, in denen verschiedene Workshops angeboten wurden. Kreative Köpfe konnten ihre eigenen römischen Villen aus Papier, Kriegsschwerter aus Pappe oder eine Wachstafel, wie sie die Römer vor 2000 Jahren zum Schreiben nutzten, basteln. Spaßig wurde es bei römischen Brett- und Würfelspielen, die man wunderbar mit der ganzen Familie ausprobieren konnte. Für Wissensbegierige wurden auch Vorträge gehalten, wie zum Beispiel über die griechisch-römische Philosophie.

Römisch kochen und essen

Viel lernen konnte man auch im Workshop "Römische Speisen". Hier durften die Besucher selbst Hand anlegen und ihr traditionell römisches Essen kochen und am Ende natürlich kosten. Für diejenigen, denen nach Bewegung war, hatten die Schüler auf dem Hartplatz bei der Sportanlage ein Wagenrennen im Circus Maximus simuliert. Hier konnten sich die Kinder gegenseitig in umgebauten Schubkarren um die Rennstrecke schieben.

Nach den ersten Workshops gab es eine Mittagspause, die ebenfalls gute Unterhaltung bot: Auf dem Pausenhof wurden alte Feuertechniken aus der Antike demonstriert. Darauf folgend schlüpften die Schüler wieder in die Rollen junger Römer und führten einen Triumphzug mit anschließender Weihgabe vor. Unterdessen bot sich in der Aula die gesamte Zeit über die Möglichkeit, viel über die antike Zeit auf Schautafeln zu lernen.

"Es war uns wichtig, dieses Wissen an die Leute weiterzugeben und in ihnen das selbe Interesse für diese Zeit zu wecken", erklärt Paul Zeitschel, einer der Teilnehmer des Seminars. Nach der Pause fanden neue Workshops statt, so konnten nun zum Beispiel Schilde gebastelt oder Mosaike gelegt werden. Auf dem Sportplatz fanden nun Ballspiele statt. In der dritten Workshop-Runde konnte erneut Hand angelegt werden, indem man eigene Salben herstellte. Ebenso konnten sich Leseratten an römischen Mythen erfreuen. Jede Station wurde den gesamten Tag über von mindestens einem Teilnehmer des Seminars - bekleidet mit der römischen Tunika- betreut.

Am Ende des Tages konnten die Schüler und Frau Hampert sich über eine vor allem von jungen Leuten sehr gut besuchte Veranstaltung freuen und ihr Ziel, die Antike zum Leben zu erwecken, für erreicht erklären.