Zum elften Mal steigt in der Innenstadt ein "Nachtshopping". Veranstalter ist die Förder- und Werbegemeinschaft.
Wenn am 30. Juni in der Innenstadt das elfte Nachtshopping der Förder- und Werbegemeinschaft (Föwe) läuft, dann bedeutet das gleichzeitig auch den Abschied eines Wirts in der Hauptstraße. Der Pächter des Turmkämmerla, Heiko Dilger, hat seinen letzten Tag, bevor es ihn nach Davos in der Schweiz zieht, wo er Hoteldirektor wird (der FT berichtete ausführlich am 10. Juni).
In seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Föwe stellte er jetzt das Programm der Aktion vor, die am kommenden Freitag von 18 bis 22 Uhr in der Hauptstraße und ihren Randbereichen steigt. Als Thema hat man dieses Mal "Die bunte Nacht der Kulturen" ausgewählt. Was als Rote und dann Weiße Nacht begonnen hat, wurde im vergangenen Jahr bunt. Und diesmal kommt das Stichwort Kultur hinzu. Was bedeuten will, dass man die einzelnen Segmente der Innenstadt nicht nur farblich trennt wie 2016, sondern auch nach Kontinenten. Kulinarisch und kulturell werden dann Schwerpunkte gesetzt, so dass alle fünf Kontinente zum Zug kommen.
Kultur, Vielfalt, Gaumenfreude, Genuss und Flair werden auf dem Plakat zur Veranstaltung versprochen, das außer den Aktionen der teilnehmenden Geschäfte auch wieder eine große Autoausstellung und eine Überraschungsshow verspricht.
Amerikanisch wird's von Maydt bis Polster, berichtet Dilger. Afrika deckt er selber mit ab, ebenso wie beispielsweise die Goldschmiede. Australien ist der Kontinent, dem sich die Geschäfte widmen wollen, die näher zum Vehnturm liegen. Dort wird es auch einen Auftritt der Liveband "Secret Sound Service" geben. Am Kirchenplatz liegt Asien. Dort wird auch eine Travestieshow versprochen.
Als ein "langer Stiefel " präsentiert sich Europa und zieht sich durch die gesamte Hauptstraße, heißt es weiter. Mit dem Erlös des Tages soll die Jugendarbeit in Herzogenauracher Chören unterstützt werden.
Heißer Interessent
Wenn der 30. Juni vorbei ist, dann schließt zunächst das Turmkämmerla. Das kleine Lokal soll aber "in dieser Richtung" fortbestehen, sagte Hausbesitzer Jürgen Bauer am Freitag auf Anfrage des FT. Es gebe einen "heißen Interessenten" aus dem engeren Raum Herzogenaurach. Unterschrieben sei aber noch nichts.