Verheerender Brand bei Weisendorf: Betroffener Landwirt hat schlimmen Verdacht
Autor: Moritz Kircher
Weisendorf, Dienstag, 09. Juni 2026
Eine riesige Rauchwolke bei Weisendorf war am Montagmorgen kilometerweit zu sehen. Der betroffene Landwirt äußert nun einen schlimmen Verdacht.
"Das Stroh war ein Jahr alt. Das fängt nicht einfach an zu brennen", sagt Jürgen Schenk. Dem Landwirt gehört das Stroh- und Heulager, das am Montagmorgen (8. Juni 2026) unweit der Biogasanlage im Weisendorfer Ortsteil Kairlindach in Flammen aufgegangen ist. Eine dichte Rauchsäule war stundenlang weithin sichtbar gewesen.
Über die Brandursache kann Schenk aktuell nur spekulieren. "Solange sich keiner meldet, gehe ich von Vorsatz aus", sagt er. Wenn jemand das Feuer versehentlich verursacht habe, appelliert er an den Verursacher, sich zu melden.
Lagerhalle für Stroh und Heu war in Planung
220 Heu- und 40 Strohballen sind den Flammen zum Opfer gefallen. Der Landwirt schätzt den Schaden auf 15.000 bis 20.000 Euro. Und darauf sitzt er jetzt erst einmal selbst. Stroh und Heu in einem Außenlager seien kaum zu versichern. "Man kann ja nicht alles ständig bewachen, nur weil irgendjemand meint, zündeln zu müssen."
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Mit einer Versicherung sei das anders, wenn das Material in einer Halle gelagert sei. Besonders ärgerlich: Die Anträge für den Bau einer Maschinen- und Lagerhalle laufen laut Jürgen Schenk. Sein Plan war, das Stroh und Heu dann dort unterzubringen.
Doch davon ist jetzt nichts mehr übrig. Was nicht verbrannt ist, ist komplett durchnässt und unbrauchbar. "Die Brandbekämpfung war sehr aufwendig, weil sich Glutnester tief in die gepressten Ballen hineinfressen und Löschwasser häufig nur oberflächlich wirkt", erklärt der Kreisfeuerwehrverband Erlangen-Höchstadt am Tag nach dem Einsatz in einer Presseerklärung.
Kuhherde unweit der Brandstelle bleibt verschont
Um wirklich alle Glutnester zu finden und löschen zu können, hat das Technische Hilfswerk (THW) das Brandgut mit Radladern abgetragen und auf einem eigens eingerichteten Löschplatz verteilt. Die Feuerwehr löschte das immer noch glühende und kokelnde Material.
Vom Stroh und Heu, das eigentlich als Einstreu und Futter für Jürgen Schenks Kuhherde gedacht war, blieb nur ein verbrannter, nasser Haufen übrig. Die Tiere sind in seinem landwirtschaftlichen Betrieb unweit der Brandstelle untergebracht. Die Tiere hätten zum Glück lediglich ein wenig Rauch abbekommen und seien ansonsten vom Feuer nicht in Mitleidenschaft gezogen worden, berichtet der Landwirt.