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Höchstadt: Vater mit Sohn (3) von Wildschweinen überrascht – Auto kippt um


Autor: Agentur dpa

Höchstadt a. d. Aisch, Sonntag, 01. November 2026

Im Kreis Erlangen-Höchstadt sind ein Mann und sein dreijähriger Sohn verunglückt. Wildwechsel hatte massive Folgen.
Das Auto kippte auf der B505 im Kreis Erlangen-Höchstadt auf die Seite. Nicht alle Wildschweine überlebten.


Eine Wildschweinrotte hat in Höchstadt an der Aisch einen Vater und seinen dreijährigen Sohn in einen Autounfall verwickelt. Der Mann fuhr am Samstagabend (31. Oktober 2026) gemeinsam mit dem Kleinkind auf der Bundesstraße 505, als mehrere Wildschweine die Straße überquerten, wie die Polizei mitteilte. 

Der 39-Jährige versuchte, der Rotte auszuweichen, und fuhr dabei in einen Straßengraben, wo der Wagen zur Seite umkippte. Vater und Sohn blieben bei dem Unfall unverletzt, wurden aber zur Kontrolle ins Krankenhaus gebracht. Immer wieder passieren in Franken Unfälle durch Wildwechsel. Eine 26-jährige Autofahrerin stieß etwa am 19. Oktober im Kreis Hof gegen eine Baumreihe, weil sie einem Reh auswich. Weitere Nachrichten aus Erlangen-Höchstadt findest du in unserem Lokalressort.

Saison der Wildunfälle: Jagdexperten mit wichtigen Tipps für Verkehrsteilnehmer

In der Dämmerung sollten Verkehrsteilnehmer aktuell besonders aufmerksam unterwegs sein. Vor allem an Strecken entlang unübersichtlicher Wald- und Feldränder gilt es, langsamer und vorausschauend zu fahren und den Fahrbahnrand im Blick zu behalten. Als eine Hauptursache für schwere Wildunfälle nennt der Landesjagdverband NRW überhöhte Geschwindigkeit der Autofahrer.

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"Wenn Wild im Scheinwerferlicht auftaucht, abblenden, kontrolliert abbremsen und hupen", rät Nina Meister von der Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildtiermanagement. Bei einem Wildwechsel unbedingt mit Nachzüglern rechnen. "Wenn kein Ausweichen möglich ist, ist der Frontalzusammenstoß mit Wild ungefährlicher als der Seitenaufprall gegen einen Baum", heißt es beim Landesjagdverband.

Kommt es trotz aller Vorsicht zum Unfall: Warnblinkanlage einschalten, Unfallstelle sichern und Polizei verständigen, sagt Meister. "Überfahrenes Wild von der Fahrbahn entfernen oder, falls das nicht möglich ist, mit Warndreieck oder Blinklichtanlage kennzeichnen", ergänzt der Jagdverband. Betroffene sollten sich den Wildunfall durch eine Unfallmeldung bestätigen lassen, damit eine Schadensregulierung durch die Versicherung möglich ist.

"Verletzte Tiere nicht selbstständig verfolgen und Wild niemals mitnehmen", warnt Meister. Selbst wenn ein Tier weiterlaufe und im Unfallbereich keine Blutspur erkennbar ist, könne es schwerste innere Verletzungen haben, an denen es später qualvoll verendet, betont der Jagdverband. Daher sei es wichtig, alle Wildunfälle zu melden, damit ein Jäger mit seinem Jagdhund das Stück absuchen und das Tier von seinen Qualen erlösen könne.