Großbrand bei Weisendorf: So lief der Mega-Einsatz mit 150 Kräften
Autor: Moritz Kircher
Weisendorf, Mittwoch, 10. Juni 2026
Flammen in der Nähe einer Biogasanlage. Überall Blaulicht. Rund 150 Feuerwehrleute rücken an. Die Lage? Unklar. Björn Bethge ist als Einsatzleiter mittendrin. Er erklärt, was in solchen Momenten zählt.
Montag, 8.21 Uhr: Alarm! Feuer in der Nähe der Weisendorfer Biogasanlage. Eine dicke schwarze Rauchsäule ist kilometerweit zu sehen. Die umliegenden Feuerwehren rücken aus. Auf der Anfahrt können die Einsatzkräfte schon aus einem Kilometer die Flammen sehen, die neben der Biogasanlage in die Höhe schlagen.
Einer von ihnen: Björn Bethge, Zugführer bei der Feuerwehr Weisendorf. Noch auf der Anfahrt erhöht er die Alarmstufe, um mehr Kräfte zum Einsatzort zu bekommen. In Kürze wird er die Einsatzleitung bei der Bekämpfung des Flammenmeeres in einem Lager von 260 Heu- und Strohballen übernehmen.
Großbrand in Weisendorf: Biogasanlage und Kuhstall müssen geschützt werden
Als Erstes trifft ein Löschfahrzeug der Feuerwehr Großenseebach am Brandort ein. Kurz darauf ist Bethge mit seinen Weisendorfer Kameraden da. Gleich wird es hier vor Einsatzkräften wimmeln. 150 Feuerwehrleute und Kräfte des Technischen Hilfswerks (THW) werden es sein. Die Flammen in der Nähe der Biogasanlage breiten sich aus. Jetzt muss es schnell gehen - und trotzdem geordnet.
"Eigentlich hätte die Einsatzleitung in diesem Fall bei der Feuerwehr Kairlindach gelegen", erklärt Bethge im Gespräch mit inFranken.de. Aber die Feuerwehr in Weisendorf ist größer und für einen Einsatz besser ausgestattet. Zugführer Björn Bethge übernimmt. Er ist seit 1999 bei der Feuerwehr, war von 2017 bis 2023 stellvertretender Kommandant und ist als Disponent in der Integrierten Leitstelle gut ausgebildet. Eine erfahrene Führungskraft also.
"Wir haben schnell erkannt, dass es zum Glück nur die Heu- und Strohballen sind, die da brennen", berichtet Bethge vom Einsatz. Aber aufgrund des Windes habe die Gefahr bestanden, dass das Feuer auf einen nahen Kuhstall übergreift. Und dann ist da natürlich noch die Biogasanlage.
Einsatzkräfte brauchen tausende Liter Löschwasser pro Minute
Vor Ort gibt es keine ausreichende Versorgung mit Löschwasser. Die Feuerwehrfahrzeuge haben insgesamt 5000 Liter dabei. Was viel klingt, ist in so einem Fall fast nichts. Alleine die Spritzen der beiden Drehleitern vor Ort können 4000 Liter Wasser abgeben - pro Minute. Eine Menge, die die rund 25 handelsübliche Badewannen füllen würde. Wasser muss her!
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Und bis Wasser da ist, lautet die Devise: Brand halten. Also mit dem Löschwasser aus den Fahrzeugen verhindern, dass sich das Feuer weiter ausbreitet.