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Fußballtor-Tragödie in Erlangen: Junge (7) tot - Gutachter untersucht Ursache


Autor: Alexander Kroh, Ralf Welz, Agentur dpa

Erlangen, Montag, 23. März 2026

In Erlangen ist am Samstag ein Junge von einem Fußballtor lebensgefährlich verletzt worden. Der Siebenjährige starb in einer Klinik. Am Tag danach herrscht große Trauer. Nun soll ein Gutachter klären, wie es zu dem tragischen Unglück kommen konnte.
Nach einem tragischen Unfall auf dem Sportplatz des FSV Erlangen-Bruck ist am Samstag (21.03.2026) ein siebenjähriger Junge im Krankenhaus gestorben.


Infolge eines erschütternden Zwischenfalls bei einer Sportveranstaltung in Erlangen-Bruck ist am Samstagnachmittag (21. März 2026) ein siebenjähriger Junge im Krankenhaus gestorben.

Wie das Polizeipräsidium Mittelfranken mitteilte, ereignete sich das Unglück gegen 14 Uhr, noch bevor die Veranstaltung begonnen hatte. Inzwischen seien die Untersuchungen zu der tödlichen Tragödie angelaufen und erste Zeugen würden befragt. Bis es erste Ergebnisse gibt, wird es aber dauern. Auf dem Vereinsgelände versammeln sich am Sonntag (22. März) zahlreiche Menschen.

Tödlicher Unfall bei Sportveranstaltung in Erlangen: Junge (7) stirbt im Krankenhaus

Laut Angaben der Polizei stürzte am Samstag ein mobiles Fußballtor um und verletzte das Kind lebensgefährlich. Der Bub kam am Nachmittag noch in ein Krankenhaus, wo er später seinen schweren Verletzungen erlag. Für die Betreuung der anwesenden Personen wurden mehrere Kriseninterventionsteams eingesetzt.

Die Kriminalpolizei ermittelt derzeit zur Unfallursache. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde ein Gutachter beauftragt, den genauen Hergang zu rekonstruieren. "Es gibt verschiedene Varianten, die wir versuchen, auseinanderzudröseln", sagte ein Polizeisprecher am Montag gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa). Unklar sei bisher, wie viele Menschen zum Unglückszeitpunkt an dem Tor waren und was eigentlich genau mit dem Tor passieren sollte, bevor es umstürzte. Nach Angaben des Sprechers wurde ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Ob jemand für den Tod des Jungen konkret verantwortlich sei, sei noch ungewiss, sagte der Polizist.

Das Unglück löste große Trauer aus. Auf dem Vereinsgelände des FSV Erlangen-Bruck versammelten sich am Tag danach zahlreiche sichtlich betroffene Menschen, darunter auch Kinder und Jugendliche. In einem kurzen Trauerakt legten sie an einer Mauer Blumen für den gestorbenen siebenjährigen FSV-Spieler nieder.

"Nicht zu begreifen": Verband sagt Jugendspiele im Fußballkreis ab

Laut dem Bayerischen Fußballverband (BFV) ist noch unklar, ob das Kind als Spieler oder Zuschauer auf dem Vereinsgelände war. Alle für den Sonntag geplanten Spiele der Junioren auf Kreisebene im Fußballkreis Erlangen/Pegnitzgrund wurden infolge des Unglücks abgesagt. "Wir sind alle tief erschüttert und fassungslos. Uns fehlen die Worte", schreibt der Verband. Man wolle den Fußball ruhen lassen. "Die Fußball-Familie ist in Gedanken bei all denen, die begreifen müssen, was es in dieser Stunde einfach nicht zu begreifen gibt."

Der Verein äußerte sich am Sonntagnachmittag zu dem Unglück und zeigte sich tief betroffen: "Ein tragischer und unfassbarer Vorfall lässt die FSV-Familie tief trauern", hieß es auf der Internetseite des Vereins. "Wir sind alle sehr geschockt. Nach dem unfassbaren Geschehnis befindet sich der gesamte Verein in tiefster Trauer", erklärte Vorstand Dr. Thomas Neudecker in der Stellungnahme.

"Der Fußball ist nun absolute Nebensache. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Angehörigen, Freunden, Mitspielern und Trainern. In aller Verbundenheit wünschen wir ihnen viel Kraft, das Unbegreifliche zu überstehen. Der Verein wird alles tun, um die Beteiligten zu unterstützen", wurde Neudecker weiter zitiert. Aus Rücksicht auf die Betroffenen werde man zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Ausführungen machen.

Unfälle mit Toren sind grundsätzlich selten. In Deutschland gab es 2013 einen Fall in Hamburg, in dem ebenfalls ein Siebenjähriger durch ein umfallendes Tor erschlagen wurde. 2010 starb ein Zwölfjähriger im münsterländischen Nottuln. 2021 wurde ein Elfjähriger schwer verletzt. Auch in früheren Jahren und im Ausland gab es weitere ähnliche Unfälle. mit dpa

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