Bergkirchweih: Querdenker gerät mit Politikerin der Grünen aneinander

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Der achte Tag der Erlanger Bergkirchweih war der Familientag des Volksfests. Trotzdem kam es zu zahlreichen Delikten auf der Berg. Dabei stach besonders ein Mann mit einem fragwürdigen Vergleich hervor.

Da es sich am achten Tag der Erlanger Bergkirchweih um den Familientag des Fests gehandelt hatte, war der Bereich der Schausteller und Fahrgeschäfte erwartungsgemäß gut gefüllt. Hierzu zeigte sich das Wetter am Donnerstag (01. Juni 2023) wieder von seiner besten Seite. Die Keller der Berg füllten sich erst in den Abendstunden, sodass es gegen 21 Uhr gab es nur noch wenige freie Sitzplätze gab.

Bei einer Podiumsdiskussion mit der Landtagsabgeordneten der Grünen, Frau Katharina Schulze, kam es am Donnerstagmittag auf dem Festgelände zu einem Zwischenfall. Aus einer vierköpfigen Personengruppe heraus beleidigte ein 62-jähriger Mann aus Nürnberg die Landtagsabgeordnete. Dabei stellte er einen Vergleich mit Mussolini und Hitler an. Im Zuge der polizeilichen Sachverhaltsaufnahme leistet ein 57-jähriger, ebenfalls aus Nürnberg stammender Mann aus der Vierergruppe Widerstand gegen die Beamten. Beide Personen werden der Querdenkerszene zugerechnet.

Querdenker vergleicht Grünenpolitikerin mit Mussolini und Hitler

Das zuständige Fachkommissariat für Staatsschutzangelegenheiten der Kriminalpolizei Erlangen hat diesbezüglich die Ermittlungen aufgenommen.

Zu Bergende sorgte eine vermummte Person für Aufregung. Zivilkräfte der Polizei wurden auf diese aufmerksam. Bei der anschließenden Kontrolle stellte sich heraus, dass es sich um einen 11-Jährigen handelte, der es cool fand in Kapuzenpulli, Handschuhen und Tuch im Gesicht auf dem Festgeländer herumzulaufen. Die Beamten nahmen den 11-Jährigen in Gewahrsam und überstellten ihn an seine Eltern.
Ansonsten verlief der Festbetrieb rund um den Erlanger Burgberg am Donnerstag absolut friedlich.

Im Abstrom der Besucher in die Innenstadt kam es kurz vor 23 Uhr in der Bayreuther Straße zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen fünf auswärtigen Festbesuchern. Zwei Männer, die in einer Bushaltestelle saßen, wurden von drei, ihnen fremden Personen, provoziert und beleidigt. Nach einer kurzen Diskussion griffen die drei Männer im Alter zwischen 24 und 30 Jahren die Gegenpartei an. Sie traktierten die beiden anderen Personen mit Fußtritten und Faustschlägen. Dabei erlitten die beiden leichtere Verletzungen.

Alkoholisierte Männer klauen Baustellen- und Brauereischild

Bei den drei Angreifern stellten die Polizeibeamten bei der Anzeigenaufnahme Alkoholwerte um 1,4 Promille fest.

In zwei Fällen stellte Einsatzkräfte der Polizei während des Besucherabstroms in die Innenstadt darüber hinaus Personen fest, die sich ein "Souvenir“ erbeutet hatten. Ein 19-Jähriger mit weit über zwei Promille führte gleich eine Warnbarke samt Beleuchtung mit, die er von einer Baustelle entwendet hatte.

Mit einem entwendeten Brauereischild in der Hand machte sich ein 23-jähriger Festbesucher aus Niederbayern auf dem Nachhauseweg. Auch er war nicht unerheblich alkoholisiert.

Mann belästigt Frau sexuell und attackiert anschließend die Türsteher

Während der Nachfeier in einer Diskothek griff ein Festbesucher aus Oberbayern einer jungen Frau an den Po. Anschließend attackierte er auch noch einen Türsteher des Lokals und schlug auf diesen ein. Die hinzugerufenen Polizeibeamten überwältigten den 36-Jährigen, gegen den nun wegen sexueller Belästigung und Körperverletzung Ermittlungen laufen.

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