Gegen 20.40 Uhr wurde ein Beamter der Reiterstaffel des Polizeipräsidiums Mittelfranken durch einen 27-jährigen Erlanger sexuell belästigt. Der 27-Jährige fragte den Beamten, ob er das Pferd streicheln dürfe. Dieser Bitte kam der Beamte nach. Jedoch nutzte der 27-Jährige das Entgegenkommen des Beamten in schamloser Weise aus und versuchte den Beamten im Genitalbereich zu berühren. Dies wurde unterbunden und gegen den 27-Jährigen ein Verfahren wegen sexueller Belästigung eingeleitet. Nach Abschluss der Personalienfeststellung erhielt der junge Mann einen Platzverweis.
Mehrere Körperverletzungsdelikte auf Aftershowpartys
Darüber hinaus mussten noch mehrere Belehrungen gegen Jugendliche wegen des Mitführens von Musikboxen ausgesprochen werden.
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Die Polizeiinspektion Erlangen-Stadt stellt allerdings fest, dass die dortige Freizeitanlage, insbesondere der Spielplatz, in den letzten Tagen durch die Vielzahl der Personen und den damit verbundenen Verunreinigungen nicht mehr genutzt werden kann. Besonders wurde dabei der ohnehin durch die andauernde Trockenheit ausgedörrte Rasen in Mitleidenschaft gezogen, welcher neu angepflanzt werden musste.
Zum Bergende zog es die Festbesucher wieder in Massen Richtung Innenstadt. Der Abstrom begann gegen 22.30 Uhr und endete erst kurz vor 01.00 Uhr. Am Martin-Luther-Platz hielten sich vorübergehend bis gegen 2 Uhr in der Spitze wieder bis zu 1.000 Menschen auf.
Fahrgast prügelt mit Holzlatte auf Taxifahrer ein
Aufgrund der noch kühlen Temperaturen verweilten die Nachtschwärmer dort jedoch nicht allzu lange und suchten in den umliegenden Clubs und Gaststätten nach einem Platz.
Im Rahmen der Aftershowpartys mussten fünf Körperverletzungsdelikte aufgenommen werden. Hierbei wurden die handelnden Personen lediglich leicht verletzt. Sowohl die Täter als auch die Geschädigten waren zum Teil erheblich alkoholisiert. Die festgestellten Atemalkoholwerte lagen zwischen 0,48 und 2,06 Promille. In der Quintessenz entwickelten sich diese körperlichen Auseinandersetzungen jeweils aus verbalen Streitigkeiten, die dann schlussendlich mit Ohrfeigen und Faustschlägen ausgetragen wurden. In drei Fällen sind die Täter bekannt und es werden gegen diese Strafverfahren eingeleitet. Ein Geschädigter dieser Körperverletzungen wollte sich auch auf dringendem Anraten der Ärzte seine diagnostizierte Kopfverletzung nicht behandeln lassen. Nachdem auch gutes Zureden und die Verständigung seiner Mutter nicht geholfen hatte, musste der mit 2,04 Promille alkoholisierte 21-jährige Mann aus dem Landkreis Forchheim zwangsweise in einer Klinik untergebracht werden.
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Kurz vor 03.00 Uhr bestellte ein bislang unbekannter Mann ein Taxi vom E-Werk und ließ sich in die Frauenauracher Straße fahren. Auf dem Weg dorthin schlief der ca. 40-jährige Mann ein und musste am Fahrtziel von dem Taxifahrer geweckt werden. Nachdem der Fahrer um die Begleichung der Fahrt gebeten hatte, wurde der Mann aggressiv und schubst den Taxifahrer zu Boden. Anschließend riss er aus einem Holzzaun eine Latte heraus und schlug damit auf den 57-jährigen Fahrer ein. Dieser erlitt dadurch Prellungen und eine Platzwunde im Gesicht. Anschließend flüchtete der Täter unerkannt. Im Rahmen der Fahndung konnte er nicht mehr ermittelt werden.
Im Rahmen der durchgeführten Verkehrskontrollen anlässlich der Bergkirchweih mussten insgesamt drei Fahrer von E-Scootern zur Anzeige gebracht werden, da diese deutlich alkoholisiert waren. Hierbei wurden Alkoholwerte von 0,64 bis 1,56 Promille festgestellt. Die Erlanger Polizei weist nochmals eindringlich daraufhin, nicht alkoholisiert mit dem Fahrrad, dem Auto der auch einem E-Scooter am Straßenverkehr teilzunehmen. Dies gilt insbesondere auch für Fahranfänger.
Polizei zieht positives Fazit
Wie die Polizei resümiert, war auch der neunte Bergtag mit einem übermäßig hohen Besucherandrang trotz der angezeigten Körperverletzungen und des Angriffes auf den Taxifahrer geprägt von einer ausgelassen, friedlichen Stimmung der Besucher, auch gegenüber den eingesetzten Polizeibeamten, die oftmals mit einem "Daumen hoch“ oder per Handschlag begrüßt beziehungsweise verabschiedet wurden.