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Erlanger Bergkirchweih: Mann will sich vor Zug stürzten und Prügelei mit Kellner - Polizei meldet mehrere Delikte


Autor: Redaktion

Erlangen, Sonntag, 04. Juni 2023

Auch am zehnten Tag der Erlanger Bergkirchweih hatte die Polizei wieder einige Delikte zu vermelden. In einigen Fällen war dabei auch eine Menge Alkohol im Spiel.
Das schöne Wetter lockte am Samstag viele Besucher auf die Erlanger Bergkirchweih.


Trotz hoher Besucherzahlen auf dem Festgelände verlief der Samstag (03. Juni 2023) auf der Erlanger Bergkirchweih aus polizeilicher Sicht ohne größere Zwischenfälle friedlich. So ereigneten sich lediglich zwei Körperverletzungsdelikte mit gegenseitigen Tätlichkeiten.

Bereits in den Nachmittagsstunden kam es auf einem Keller zu einer körperlichen Auseinandersetzung, als ein Besucher von einem Kellner auf sein Verhalten angesprochen wurde. Der 20-jährige Gast aus dem westlichen Mittelfranken rempelte mehrere andere Besucher an. Nachdem er von einem Kellner aufgefordert wurde, den Bierkeller zu verlassen, griff der 20-Jährige den Kellner mit Faustschlägen an. Der Kellner wehrte sich und schlug auf den Angreifer ein. Schließlich brachte ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes den alkoholisierten Gast, bei dem 0,92 Promille gemessen wurden, unter Kontrolle. "Tragisch“ an der Auseinandersetzung war, dass mehrere gefüllte Bierkrüge anderer Gäste umgeschüttet wurden, teilte die Polizeiinspektion Erlangen-Stadt mit.

"Ruhig und friedlich" - Polizei zieht positives Fazit

Der zweite Vorfall ereignete sich gegen 21.45 Uhr, als zwei Festbesucher miteinander in Streit gerieten, der schließlich in einer handfesten Auseinandersetzung endete.

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Nach Ende des Festbetriebes zogen die Massen in die Clubs und Diskotheken in die Erlanger Innenstadt. Auch hierbei blieb es unter den Besuchern ruhig und friedlich. Obwohl die Stimmung gegenüber den Einsatzkräften der Polizei beim überwiegenden Teil der Menschen freundlich war, gab es trotzdem drei Übergriffe auf Polizeibeamte.

Grundlos ging ein 22-jähriger Mann aus dem westlichen Landkreis auf die Einsatzkräfte in der Bayreuther Straße zu und fing sofort an, die Beamten zu beleidigen. Als diese die Personalien des jungen Mannes feststellen wollten, wiederholte er seine herabwürdigenden Äußerungen und setzte sich gegen seine Festhaltung zur Wehr. Dabei erlitt ein Beamter eine leichte Verletzung. Der 22-Jährige war erheblich alkoholisiert. Der durchgeführte Atemalkoholtest zeigte einen Wert von 1,84 Promille.

Sexuelle Belästigung - Mann küsst Frau gegen ihren Willen

Eine 31-jährige Frau schlug am Martin-Luther-Platz gegen ein Dienstfahrzeug der Polizei. Auch sie begann sofort die Beamten zu beleidigen, als diese sie anhielten. Weiter trat die alkoholisierte Frau gezielt nach den Polizisten, die dabei glücklicherweise unverletzt blieben. Bei der 31-jährigen Frau wurde ein Atemalkoholwert von 2,18 Promille gemessen.

Um 4 Uhr in der Früh ereignete sich ein weiterer Fall, bei welchem ein betrunkener Nachtschwärmer die Einsatzkräfte beleidigte und gegen die polizeilichen Maßnahmen Widerstand leistete. Der 21-jährige Erlanger hatte 1,98 Promille. Gegen einen 30-jährigen Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen sexueller Belästigung eingeleitet. In einer Diskothek sprach dieser mehrfach eine junge Frau an, die ihm deutliche machte, dass sie nichts von ihm wolle. Dennoch küsste der 30-Jährige die Frau mehrfach auf den Mund.

Um nicht nachhause laufen müssen, liehen sich wiederum einige Personen E-Scooter aus, obwohl sie schon erheblich angetrunken waren.

Mann will sich auf Bahngleise stürzen und löst Polizeieinsatz aus

So stellten die Beamten in der Nacht von Samstag auf Sonntag im Zuge von Verkehrskontrollen gleich neun Scooter-Fahrer fest, die unter Alkoholeinfluss standen. Die Atemalkoholwerte lagen zwischen 0,62 und 1,04 Promille. Gegen die "Alkoholsünder“ wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

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Für einen größeren Polizeieinsatz sorgte ein 31-jähriger Mann, der sich von einer Brücke in der Baiersdorfer Straße auf die Bahngleise stürzen wollte. Passanten zogen den alkoholisierten Mann noch rechtzeitig vom Brückengeländer. Schließlich wurde der 31-Jährige zur Behandlung in eine Fachklinik eingeliefert.

Während sich im Bereich der Wöhrmühle in der Spitze knapp 200 Personen zum Feiern trafen, hielten sich auf der Grünanlage am Bürgermeistersteg bis zu 1.000 junge Leute auf. Zu größeren Störungen kam es dabei nicht. Allerdings hinterließen die Feiernden wieder jede Menge Unrat.

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