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Erlanger Bergkirchweih - Mann nach Unfall in Lebensgefahr


Autor: Redaktion

Erlangen, Donnerstag, 01. Juni 2023

Aufgrund eines Unfalls im Nachgang des siebten Tags der Erlanger Bergkirchweih schwebt ein Mann in Lebensgefahr. Zudem kam es im Zuge des Fests zu mehreren Körperverletzungsdelikten. Meistens in Verbindung mit Alkohol, resümiert die Polizei.


Trotz besten Wetterbedingungen war der siebte Tag der Erlanger Berkirchweih der bislang besucherschwächste Festtag. Erst am Mittwochabend (31. Mai 2023) füllten sich die Sitzplätze auf den Kellern bis maximal 80 Prozent. Im Bereich der Fahrgeschäfte und Schausteller sowie auf den Wegen des Festgeländes konnte die Besucher daher genüsslich schlendern.

Für einen 70-jährigen Bergbesucher endete der Tag allerdings in der Ausnüchterungszelle. Mit knapp zwei Promille stürzte er auf dem Heimweg vom Festgelände in der Essenbacher Straße.

Zahlreiche Körperverletzungsdelikte in Verbindung mit Alkohol

Gegen 23 Uhr gerieten außerdem zwei Männer im Besucherabstrom miteinander in Streit. Dieser endete mit gegenseitigen Faustschlägen. Der Grund für ihre Auseinandersetzung dürfte in deren Alkoholisierung zu suchen sein, vermutet die Polizeiinspektion Erlangen-Stadt. Die Polizeibeamten stellten in der Folge bei der Anzeigenaufnahme Atemalkoholwerte von 1,16 und 2,04 Promille fest. Gegen die beiden Männer im Alter von 24 und 31 Jahren wurde im Nachgang ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet.

In den späten Abendstunden bewegten sich die Festbesucher über den Martin-Luther-Platz in Richtung Innenstadt, wo sie die Kneipen und Diskotheken aufsuchten. Vereinzelt bildeten sich kleinere Menschentrauben vor den Lokalen.

Im Zuge des Besucherabstroms fiel den Einsatzkräften ein 39-jähriger Festbesucher auf, der die Beleuchtung einer Straßenabsperrung mitführte. Er muss sich nun wegen Diebstahls verantworten.

Tag sieben der Berkirchweih: Mann schwebt nach Unfall in Lebensgefahr

Gegen 3:30 Uhr gerieten zwei Nachtschwärmer vor einer Diskothek in der Hauptstraße miteinander in Streit. Zunächst beleidigten sich die beiden Männer im Alter von 28 und 43 Jahren gegenseitig. Später flogen die Fäuste. Außerdem biss der 43-jährige Mann aus Oberbayern seinem Kontrahenten auch noch in die Hand. Wie nicht anders zu vermuten, waren auch die beiden Streithähne nicht unerheblich alkoholisiert. Die gemessenen Alkoholwerte lagen bei 1,18 und 1,58 Promille.

Bedauerlicherweise zeigten sich einige Festbesucher uneinsichtig und machten sich trotz Alkoholgenusses mit E-Scootern und Fahrrad auf dem Nachhauseweg. So wurden im Rahmen von Kontrollen vier Verkehrsteilnehmer, die unter Alkoholeinfluss standen, aus dem Verkehr gezogen und zur Anzeige gebracht. Die festgestellten Alkoholwerte lagen zwischen 0,5 und 1,78 Promille.

Auch an diesem Abend kam es im Bereich der Freizeitanlage am Bürgermeistersteg wieder zu einer körperlichen Auseinandersetzung unter den feiernden jungen Leuten.
Kurz nach 23 Uhr provozierte ein 21-Jähriger aus Unterfranken eine Personengruppe Gleichaltriger, indem er ihnen den ausgestreckten Mittelfinger entgegenstreckte. Anschließend rannte der junge Mann mit voller Wucht in die Gruppe hinein und brachte dabei jemanden zu Boden.

Bekannte bringt Mann mit Taxi in Notaufnahme

Die beiden Personen kämpften schließlich am Boden miteinander und zogen sich leichtere Verletzungen zu. Außerdem zerriss bei der Auseinandersetzung das T-Shirt eines Beteiligten.

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Der 21-jährige Aggressor entfernte sich von der Örtlichkeit. Aufgrund seiner Alkoholisierung und seiner Erkrankung machten sich dessen Begleiter Sorgen, sodass eine größere Suchaktion nach dem jungen Mann eingeleitet wurde. In deren Rahmen der 21-Jährige wohlbehalten aufgefunden werden konnte.

Zudem musste ein 34-Jähriger am Mittwochmorgen in eine Klinik eingeliefert werden. Der Mann war am Dienstag zu Besuch auf dem Festgelände und machte sich am frühen Mittwochmorgen mit einer Kollegin auf dem Nachhauseweg. Im Bereich der Stubenlohstraße musste der 34-Jährige austreten und ging deshalb in den Hinterhof eines Mehrfamilienhauses. Dort stürzte er mehrere Treppenstufen hinab in den unbeleuchteten Zugang zu einer Tiefgarage. Nachdem der Mann nicht mehr zurückgekehrt war, machte sich seine Begleiterin auf die Suche. Schließlich fand sie den 34-Jährigen im Kellerabgang liegend. Da sie zunächst der Meinung war, ihr Begleiter wäre eingeschlafen, setzte sie sich auf den Treppenabsatz und wartete ab.

Erst nach einiger Zeit bemerkte sie die Verletzungen und brachte ihren Bekannten letztlich mit einem Taxi in die Notaufnahme. Dort diagnostizierten die behandelten Ärzte schwere Kopfverletzungen.
Nach derzeitigem Stand kann eine Lebensgefahr für den verunglückten Mann nicht ausgeschlossen werden.

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