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Erlangen: Tag zwei der Bergkärwa - Polizei zieht positives Fazit


Autor: Redaktion

Erlangen, Samstag, 27. Mai 2023

Der zweite Tag am Erlanger Berg verlief laut der Polizei weitestgehend ruhig. Ein paar kleinere Zwischenfälle gab es trotzdem - vor allem abseits des Festgeländes.


Der zweite Bergtag – erfahrungsgemäß einer der besucherstärksten Festtage - zeigte sich bei bestem Wetter wieder besucherfreundlich. Es war sonnig mit Temperaturen um die 23 Grad. Dementsprechend waren die Kellerbereiche zu 100 Prozent ausgelastet, der Schaustellerbereich zu 80 Prozent. Laut der Polizei verlief er relativ ruhig - ein paar Handgreiflichkeiten und Handtaschendiebstähle ausgenommen.

Gegen 22.00 Uhr wurden zwar mehrere Rangeleien bzw. Streitereien gemeldet. Hieraus resultierte jedoch nur eine Anzeige wegen Körperverletzung. Auf einem Festkeller kam es nach einer verbalen Auseinandersetzung im Gedränge um einen Stehtisch zu einem Faustschlag ins Gesicht. Ein 34-Jähriger aus dem Landkreis Ansbach schlug seinem 26-jährigen Kontrahenten aus Schwabach mit der Faust ins Gesicht. Anschließend beleidigte der 34-Jährige auch noch die Freundin des Geschädigten. Die beiden Männer waren mit 1,6 bzw. 1,8 Promille erheblich alkoholisiert.

Zweiter Tag der Bergkirchweih - Polizei mit überwiegend positivem Fazit

Mehr zu tun hatten die Beamtinnen und Beamten der Polizei abseits des Festgeländes - unter anderem wegen einiger volltrunkener Jugendlicher. Schon am Nachmittag versammelten sich zahlreiche junge Menschen - einige von ihnen waren noch minderjähirg -  am Bürgermeistersteg. Hier hielten sich in der Spitze bis zu 1.200 Personen auf, die neben Bier und Wein auch branntweinhaltige Getränke wie Vodka und Whiskey konsumierten. Daraus resultierten zwei Hilfeleistungen. Eine 15-Jährige aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt musste mit Verdacht auf Alkoholvergiftung in die Klinik eingeliefert werden. Im anderen Fall wurde ein 18-jähriger seinen Freunden übergeben, nachdem er von Polizeibeamten im Wald volltrunken liegend vorgefunden wurde.

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Die Stimmung heizte sich letztlich nach Betriebsschluss auf dem Festgelände auf.  Im Rahmen der Nachfeiern mussten vier Körperverletzungsdelikte aufgenommen werden. Bereits um 23.30 Uhr schlug ein unbekannter Täter im Bereich der Heuwaagstraße einem Bergbesucher nach einem verbalen Streit eine Glasflasche ins Gesicht. Der 18-Jährige erlitt hierbei eine Platzwunde unter dem rechten Auge.

Gegen 0.20 Uhr kamen sich in der Westlichen Stadtmauerstraße zwei junge Frauen aus Nürnberg mit einer Familie aus Erlangen in die Haare. Schon auf dem Weg in die Innenstadt wurden die beiden Frauen aus Nürnberg von den Erlangern beleidigt. Nach einer verbalen Auseinandersetzung drückte eine 25-jährige Erlangerin ihren beiden "Gegnerinnen" einen Döner ins Gesicht, worauf ein heftiger Streit entstand. Gegen alle sieben Beteiligten wurden Strafverfahren wegen Körperverletzungsdelikten eingeleitet. Nachdem die hinzugerufenen Beamten die Situation klären konnten, wurden diese noch von einer 22-jährigen Erlangerin beleidigt. Die Beteiligten waren zwischen 0,88 und 1,4 Promille erheblich alkoholisiert.

Stimmung heizt sich nach Berg-Ende auf - vier Körperverletzungen

Eine weitere gefährliche Körperverletzung ereignete sich gegen 02.30 Uhr im Bereich der Fuchsenwiese. Ein 20-Jähriger aus Bremen lief zusammen mit seinen Freunden die Straße entlang, als plötzlich ein Auto neben ihnen hielt und zwei Insassen aus diesem heraussprangen. Völlig grundlos schlugen die zwei Täter auf den Geschädigten ein. Während der Anzeigenaufnahme fuhr der Wagen erneut an der Tatörlichkeit vorbei. Als die Insassen die eingesetzten Beamten erblickten, ergriffen sie die Flucht. Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung konnten die zwei Täter im Bereich der Arcaden festgenommen werden. Beide waren nicht alkoholisiert; zur Motivlage äußerten sich die beiden 18 und 19 Jahre alten Tatverdächtigen nicht.

Kurz nach 2 Uhr fragte eine 22-jährige Erlangerin die am Martin-Luther-Platz eingesetzten Polizeibeamten nach einem Taxi. Nachdem sie auf die wenigen Meter vom Ort des Geschehens wartenden Taxis verwiesen wurde, spuckte die 22-Jährige unvermittelt einen Beamten an. Nachdem sie sich nicht nur verbal aggressiv gezeigt hatte, musste sie fixiert und zur Wache verbracht werden. Hierbei versuchte die 22-Jährige auch die Beamten durch Tritte zu verletzten. Auch in der Dienststelle beleidigte sie die eingesetzten Beamten auf das Unflätigste. Ähnlich verhielt sie sich gegenüber ihrer verständigten Mutter. Diese wurde von ihr ebenfalls beleidigt und versucht anzuspucken. Ein durchgeführter Alkoholtest ergab knapp zwei Promille. Nachdem die junge Frau nicht zu beruhigen war, musste sie in eine psychiatrische Fachklinik eingewiesen werden.