Erlangen: Tag fünf der Bergkirchweih - Polizei vermerkt mehrere Delikte
Autor: Redaktion
Erlangen, Mittwoch, 31. Mai 2023
Nach einem verhältnismäßig ruhigen Pfingstmontag kam es auch am Dienstag weder auf dem Festgelände noch beim Nachfeiern in der Innenstadt zu Körperverletzungsdelikten. Trotzdem gab es für die Polizei einiges zu tun. Besonders vier Kinder gerieten ins Visier der Polizei.
Wie schon in den letzten Tagen zeigte sich auch das Wetter am Dienstag (30. Mai 2023) von seiner besten Seite. So füllten sich die Keller auf dem Festgelände im Laufe des Nachmittags kontinuierlich. Ab 17 Uhr bis zum Ende des Festbetriebes waren die Plätze fast alle besetzt. Ohne dass es zu einem Gedränge auf den Wegen gab, war ein Vorankommen für die Besucher der Bergkirchweih problemlos möglich.
Die Beamten der Polizeisonderwache auf dem Festgelände mussten zwei Sachbeschädigungen aufnehmen. Am späten Abend trat ein alkoholisierter Festbesucher eine Holztüre ein und verursachte dabei einen Sachschaden in Höhe von 250 Euro. Ein Schaden von ca. 1.000 Euro entstand, als ein 18-Jähriger grundlos gegen die Plexiglasscheibe eines Fahrgeschäftes schlug. Auch in diesem Fall stand der Tatverdächtige unter Alkoholeinfluss, teilte die Polizeiinspektion Erlangen-Stadt mit.
Tag fünf der Bergkirchweih: Toilettenfrauen unterschlagen Geld
Dreist war das Verhalten von zwei Toilettenfrauen, die eine verloren gegangene Geldbörse unterschlugen. Eine junge Frau fand im Bereich der Toilettenanlage eine Geldbörse und übergab dies an die beiden Toilettendamen. Kurze Zeit später kehrte die junge Frau mit der Besitzerin der Geldbörse zurück. Hier stritten die beiden Toilettenfrauen ab, dass der Geldbeutel bei ihnen abgegeben wurde. Die Geldbörse wurde jedoch in einem Abfalleimer in der Toilettenanlage wieder aufgefunden.
Allerdings fehlte das Bargeld in Höhe 80 Euro. Bei der Durchsuchung der beiden Toilettenfrauen konnte ein Teil des entwendeten Bargeldes in deren Büstenhalter aufgefunden werden. Da die beiden Tatverdächtigen keinen regelmäßigen Wohnsitz im Bundesgebiet haben, ordnete die Staatsanwaltschaft die Zahlung eines Geldbetrages zur Sicherung des Strafverfahrens an.
Auch vier Kinder im Alter zwischen 13 und 15 Jahren gerieten in den Fokus der Polizei, da sie sich im Zugangsbereich zum Festgelände „konspirativ“ verhielten. Die Kinder übergaben sich heimlich Gegenstände und versteckten diese beim Erblicken der Polizeistreife. Die anschließende Personenkontrolle der Vier brachte schließlich mehrere Packungen Zigaretten zum Vorschein, welche durch die Polizeibeamten sichergestellte wurden.
Keine Körperverletzungsdelikte auf Festgelände oder beim Nachfeiern
Der Besucherabstrom verlief aus polizeilicher Sicht völlig reibungslos und war bereits vor Mitternacht beendet. Nur vereinzelte Nachtschwärmer hielten sich vor den Kneipen in der Innenstadt auf.
Kurz nach 3 Uhr geriet ein 27-jähriger Erlanger vor einem Lokal in der Hauptstraße mit seinem Bekannten in Streit. Als die Polizeibeamten schlichtend eingriffen, widersetzte sich der Mann gegen die polizeilichen Anordnungen und beleidigte die Beamten. Der Grund für die Aggressionen des 27-Jährigen, dürften in seiner beachtlichen Alkoholisierung zu suchen sein. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,8 Promille.
Wie an den Vortagen sammelten sich wiederum Jugendliche und junge Erwachsene im Bereich der Freizeitanlage Bürgermeistersteg, um in der dortigen Grünanlage vorzuglühen beziehungsweise ihre eigene „Bergkirchweih“ zu feiern. Gegen 19 Uhr hielten sich dort ca. 500 junge Menschen auf. Im Gegensatz zu dem friedlichen Festverlauf ereigneten sich im Bereich des Bürgermeistersteges zwei Körperverletzungsdelikte.