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Blitz entfacht Waldbrand im Kreis Erlangen-Höchstadt - Feuerwehr gefordert


Autor: Anton Knorr

Medbach, Montag, 22. Juni 2026

Im Kreis Erlangen-Höchstadt ist es infolge von Blitzeinschlägen zu zwei Feuerwehreinsätzen gekommen. Einer davon verursachte einen Waldbrand.
Ein Blitzeinschlag verursachte am Sonntag (21. Juni 2026) in der Nähe von Höchstadt an der Aisch einen Waldbrand.


Am Sonntagnachmittag (21. Juni 2026) wurde der Leitstelle Erlangen-Höchstadt kurz vor 16.30 Uhr eine Rauchentwicklung aus einem Waldgebiet in der Nähe von Medbach, einem Gemeindeteil der Stadt Höchstadt, gemeldet. Das berichtet der Kreisfeuerwehrverband Erlangen-Höchstadt in einem Einsatzbericht. Gemäß den Vorschriften für Waldbrände seien umgehend zahlreiche Kräfte aus der Umgebung zu der Einsatzstelle alarmiert worden. 

Insgesamt waren die sechs Feuerwehren Höchstadt-Aisch, Aisch, Saltendorf-Bösenbechhofen, Medbach-Kieferndorf, Röttenbach und Etzelskirchen beteiligt. Das erklärt der Sprecher des Kreisfeuerwehrverbands, Sebastian Weber, auf Anfrage von inFranken.de. Beim Eintreffen an der Einsatzstelle bestätigte sich der Verdacht eines Waldbrands. 

Unwetter im Kreis Erlangen-Höchstadt: Blitzeinschläge bei Medbach und nahe A3 bei Schirnsdorf

Vor Ort stellte sich laut dem Bericht heraus, dass eine kleine Gewitterzelle, die über das Gebiet gezogen war, durch einen Blitzeinschlag den Waldbrand im Bereich des Wertstoffhofes Medbach ausgelöst hatte. Am Sonntag kam es in mehreren Teilen Frankens zu starken Unwettern, die zahlreiche Einsätze verursachten. Bei dem Brand nahe dem Medbacher Wertstoffhof war eine Fläche von 2500 Quadratmetern betroffen.

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Durch schnelles Handeln und gezielte Löscharbeiten konnten die Feuerwehrkräfte eine Ausbreitung der Flammen insbesondere auf heikle Bereiche des Recyclinghofes verhindern. Laut Weber kam es nur eine halbe Stunde später bereits zum nächsten Einsatz. Im Bereich der A3 bei Schirnsdorf war es infolge eines Blitzeinschlags ebenfalls zu einer Brandentwicklung gekommen. Dementsprechend alarmierte die Leitstelle weitere Kräfte aus der Region zum Ort des Geschehens. Die Lage an dieser deutlich kleineren Einsatzstelle konnte schließlich schnell unter Kontrolle gebracht werden. 

Der Kreisfeuerwehrverband Erlangen-Höchstadt weist im Zusammenhang mit der anhaltenden Hitze und Trockenheit in der Region darauf hin, dass weiterhin eine "erhöhte Brandgefahr in Wäldern sowie auf Feldern, Wiesen und sonstigen Vegetationsflächen" herrsche.

Anstrengende Einsätze durch extreme Hitze: Feuerwehr versorgt Kräfte mit Abkühlung

Zudem wird erwähnt, dass Einsätze bei Wald- und Vegetationsbränden unter den derzeit hohen Temperaturen besonders anstrengend sind. Für die Kräfte stellen sie demnach eine "große körperliche Belastung" dar, weshalb auch der Rettungsdienst zur gesundheitlichen Absicherung vor Ort war. 

Neben der Absicherung durch den Rettungsdienst, kümmerte sich die Feuerwehr Röttenbach um das leibliche Wohl ihrer Kameraden. Diese war mit dem Kühlanhänger des Landkreises vor Ort, der während der Sommermonate mit kalten Getränken bestückt ist. Dadurch kann auch bei größeren Einsatzlagen kurzfristig eine ausreichende Versorgung mit Getränken sichergestellt werden.

Im Stadtgebiet Erlangen verursachten Gewitter rund 50 Einsätze. Unter anderem fiel ein Baum auf einen Wohnwagen und eine Unterführung wurde überflutet. Weitere Nachrichten aus der Region Erlangen-Höchstadt liest du in unserem Lokalressort.