Von einem großen und wichtigen Tag nicht nur für Höchstadt, sondern für den ganzen Landkreis und die Region sprachen am Freitag Bürgermeister Gerald Brehm (JL) und Landrat Alexander Tritthart (CSU) auf der Baustelle eines der größten Projekte, die in der Stadt je verwirklicht wurden. Am Aischpark-Center wurde die Grundsteinlegung gefeiert.

Seit 2011 sei man am Ball und habe das Ziel nie aus den Augen verloren, sagte Arndt Zauritz, dessen Unternehmensgruppe zusammen mit der Klappan-Gruppe über 45 Millionen Euro in das Fachmarktzentrum am Kieferndorfer Weg investieren will. Die beiden Bamberger Unternehmen stehen hinter der Aischpark-Center GmbH, die als Bauherr und Auftraggeber fungiert.


Hotel ist terminiert

Zauritz versicherte den Festgästen auch, dass das der Stadt Höchstadt versprochene Hotel am Medbacher Kreisel gleich im Anschluss an das Einkaufszentrum terminiert sei.

Besonders bedankte sich der Unternehmer bei Bürgermeister Brehm und dessen Team aus der Stadtverwaltung, "die hundert Prozent hinter uns standen". Landrat Tritthart bekam ein Lob für die zügige Baugenehmigung, Architekt Ralph Küster und die Mieter für die Geduld. Im Laufe der Jahre habe man über drei verschiedene Standorte für das Fachmarktzentrum verhandelt.

Der Bürgermeister berichtete von einem "Kraftakt". 500 bis 600 Grundstücksverhandlungen habe er für die drei Standorte geführt. Die Vorgaben der Landesplanung seien dabei für ihn nicht immer nachvollziehbar gewesen. Im Aischpark-Center sieht Brehm nicht nur ein Angebot für 60 000 bis 70 000 Einwohner in der Region, sondern auch einen großen Beitrag für die Nahversorgung der Bevölkerung im Osten Höchstadts. Positiv sei es für ihn, mit den Bamberger Investoren Partner aus der Region zu haben und nicht aus Berlin.

Nicht selbstverständlich sei es auch, dass der Stadtrat mit großer Mehrheit hinter einem solchen Projekt steht. Brehm verstehe die Vorbehalte in der Innenstadt und die Kritiker eines solchen Einkaufszentrums. Er wolle aber die Geschäftsleute im Zentrum Höchstadts "auf Augenhöhe mitnehmen". Die Innenstadt brauche attraktive Angebote und müsse Alternativen bieten.

Landrat Tritthart appellierte an die Vertreter Höchstadts, ihre Innenstadt attraktiv zu halten. Er erinnerte an die vielen Abstimmungsgespräche, aber bei großflächigem Einzelhandel spreche halt auch die Regierung von Mittelfranken mit. Tritthart: "Es ist schließlich ein vernünftiger Kompromiss herausgekommen." Weil das neue Einkaufszentrum zu einer Veränderung der Verkehrsströme führen werde und auch eine Kreisstraße tangiert sei, sollte man im Dialog bleiben, sagte der Landrat in Richtung Stadt und Bauherrn.

Als Architekt Ralph Küster vor sieben Jahren den Auftrag von der Stadt bekam, ein Nahversorgungszentrum zu planen, hätte er nie gedacht, dass sowas daraus wird. Sein Ziel sei es gewesen, "eine wertige Immobilie für die Nachwelt zu schaffen".


Namhafte Mieter

Von dieser Immobilie sind die ersten Wände auf der Baustelle schon zu sehen. In einem U-förmigen Baukörper mit 700 extra großen Parkplätzen in der Mitte sollen über 25 Fachmärkte angesiedelt werden. Das gesamte Areal in Autobahnnähe ist 71 000 Quadratmeter groß.

Als Verkaufsfläche sind insgesamt 21 000 Quadratmeter geplant. "Bis auf 200 Quadratmeter haben wir alles schon vermietet", verriet Investor Zauritz dem FT. Unter den Mietern sind Firmen wie Rewe, Netto, Deichmann, Dehner, Expert, DM, H&M, New Yorker, Jeans Fritz, Depot und Clever Fit. Im Herbst 2018 soll das Aischpark-Center eröffnet werden.