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21 Giftfässer illegal im Straßengraben entsorgt: Großeinsatz im Kreis Erlangen-Höchstadt


Autor: Redaktion

Falkendorf, Dienstag, 06. November 2018

Vermutlich in der Nacht wurden bei Falkendorf im Landkreis Erlangen-Höchstadt 21 Fässer mit Lösungsmitteln und Schmierstoffen in einem Straßengraben entsorgt. Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst waren stundenlang im Einsatz.
Vermutlich  in der Nacht wurden insgesamt 21 Fässer mit Lösungsmitteln und Schmierstoffen in einem Straßengraben entsorgt. Foto: Stefan Brunner (Kreisfeuerwehr)


Ein Gefahrstoffeinsatz, dessen illegale Ursache von der Feuerwehr mit dem Attribut "Riesen-Sauerei" kommentiert wird, beschäftigte am Sonntag die Feuerwehren Falkendorf, Herzogenaurach, Münchaurach, die Kreisbrandinspektion, die Polizei und den Rettungsdienst. Am späten Vormittag waren an einem Verbindungsweg zwischen den Kreisstraßen ERH 13 und ERH 15 im südlichen Gemeindegebiet der Gemeinde Aurachtal im Straßengraben mehrere Fässer mit Gefahrgutkennzeichnungen gefunden worden. Das berichtet Stefan Brunner, Pressesprecher der Feuerwehren im Landkreis und stellvertretender Kreisbrandrat.

Vier Stunden im Einsatz wegen Giftfässern

Durch die Feuerwehr wurden daraufhin im Verlauf des rund vierstündigen Einsatzes in leichten Chemieschutzanzügen auf einer Länge von rund 600 Metern insgesamt 21 Fässer (Fassungsvermögen jeweils 60 Liter) mit Resten von Lösungsmitteln und Schmierstoffen beidseits aus den Straßengräben geborgen. Das sind Stoffe, wie sie üblicherweise in Kfz- oder metallverarbeitenden Betrieben benutzt werden.

Die Behältnisse wurden dann zunächst auf Ölvliesen abgestellt und gegen weiteres Auslaufen gesichert, bis durch einen Polizeihubschrauber mit einer hochauflösenden Kamera Übersichtsaufnahmen von der großflächigen Einsatzstelle gemacht und die Umgebung nach weiteren gefährlichen "Fundstücken" abgesucht worden war. Einige der Fässer waren bereits durchgerostet bzw. offen, so dass an einigen Fundstellen bereits kleinere Mengen des jeweiligen Inhalts in den Boden eingedrungen waren, wie Brunner weiter berichtet.

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Nach der Markierung und Dokumentation der Fundstellen wurden die Fässer durch die Feuerwehr an einem Sammelplatz auf einer geeigneten Folie zwischengelagert, bis sie gegen 15.30 Uhr von einem Schwabacher Entsorgungsunternehmen abgeholt wurden. Die Fässer wurden dann in der Sondermüllentsorgungseinrichtung Schwabach für die weitere kriminaltechnische Untersuchung sichergestellt. Während des Einsatzes war die Kreisstraße ERH 13 für den Durchgangsverkehr gesperrt, die Feuerwehren Münchaurach und Herzogenaurach leiteten örtlich um.