Um ein Held zu werden und anderen zu helfen, braucht es manchmal keine Superkräfte, Masken oder Capes, sondern nur etwas Engagement, Köpfchen und Geschicklichkeit. Jedenfalls bewiesen das die Schüler der Grund- und Mittelschule Sonnefeld: Im Rahmen des Kinderfestes der Schule sammelten sie als "Ballhelden" Spendengelder für Kinder in Not. Bei Quizzen, Geschicklichkeits- und Mannschaftsspielen rund um den Fußball galt es, möglichst viele Punkte einzuheimsen und sie sich von den eigenen Fans auszahlen zu lassen. Das auf diese Art und Weise gesammelte Geld wird zu gleichen Teilen an die Sozialstiftung des Bayerischen Fußball-Verbandes, an die Hilfsprojekte der gemeinnützigen Kinderhilfe des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes und die Stiftung für krebskranke Kinder in Coburg gespendet. Und weil ein Held auch ein passendes Outfit braucht, bekommt jeder Teilnehmer ein T-Shirt geschenkt.


Es wird sogar ein Fanklub gegründet

In den Geschicklichkeitsspielen zeigen die Kinder zunächst im Parcours, dass in ihnen ein Kurzpass-Ass, ein Dribbelkünstler und wahrer Elfer-König steckt. Im darauffolgenden Gruppenspiel treten sie dann im Wettbewerb gegeneinander an und stellen ihr Dribbelgeschick unter Beweis. Als Fanklub beweisen sie anschließend eine Menge Kreativität: Mit einer selbst ausgedachten Choreografie zur Ballhelden-Hymne zeigen die Schüler, wie gut sie andere anfeuern können. Nach einem Quiz mit Fragen rund um Fußball geht es in den Endspurt. Die letzten Punkte können die Schüler schließlich bei einem Mannschaftsspiel sammeln.

Daniel Weihmann, der an der Grund- und Mittelschule Sonnefeld unterrichtet, hat die Aktion mit organisiert. "Die Schüler werden sportlich aktiv und unterstützen damit ein wohltätiges Projekt - da hat doch jeder etwas davon", erklärt er. Deshalb finde er das Projekt besonders sinnvoll: "Es ist die ideale Ergänzung für unser Schulfest." Auch im letzten Jahr habe man die Aktion an der Schule durchgeführt. "Leider haben da nicht so viele Schüler mitgemacht, wie wir uns erhofft hatten", bedauert er. Deshalb habe man in diesem Jahr die Werbetrommel noch etwas kräftiger gerührt. Das habe schon erste Wirkung gezeigt. "Wir hatten im Vorfeld schon einige Voranmeldungen, aber natürlich hat auch jeder die Chance, spontan mitzumachen", erzählt er. Sein Wunsch: "Wir haben etwa 100 T-Shirts drucken lassen und ich hoffe, dass sie alle heute gebraucht werden."