Unternehmer Thomas Kaeser wird 60

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Tina-Maria Vlantoussi-Kaeser und Thomas Kaeser im August 2012 bei der Freigabe der neuen Verbindungsstraße vom Kaeser-Kreisel in Richtung Glend, der zukünftigen Staatsstraße 2205 nach Bad Rodach. Im Hintergrund das Kaeser-Werk. Foto: Simone Bastian/CT-Archiv
Tina-Maria Vlantoussi-Kaeser und Thomas Kaeser im August 2012 bei der Freigabe der neuen Verbindungsstraße vom Kaeser-Kreisel in Richtung Glend, der zukünftigen Staatsstraße 2205 nach Bad Rodach. Im Hintergrund das Kaeser-Werk. Foto: Simone Bastian/CT-Archiv

Thomas Kaeser ist mit sechs Geschwistern und mit einem Unternehmen aufgewachsen. Heute ist er dessen Geschäftsführer.

Die Belegschaft brachte am Mittwochmorgen noch ein Ständchen vor der neuen Kantine, dann verabschiedete sich Thomas Kaeser wieder in den Urlaub. "Thomas Kaeser ist kein Mann der lauten Worte, sondern der stillen ruhigen Kraft", heißt es in der Pressemittelung aus dem Unternehmen zum 60. Geburtstag. "Mit Ruhe, Klarheit, Weitblick, großer Integrität und vor allem Menschlichkeit steht er seit vielen Jahren an der Spitze des Unternehmens des Coburger Kompressorenherstellers und Druckluftspezialisten."

Wachstum mit Augenmaß

Vor fast hundert Jahren startete Kaeser als Familienbetrieb. Daraus habe Thomas Kaeser "häufig fast unbemerkt, aber sehr konsequent ein Unternehmen gemacht, das mittlerweile als Global Player zu einer festen Größenordnung in der internationalen Welt der Drucklufttechnik geworden ist".


Enkel des Firmengründers


Als drittes Kind von Carl Kaeser Junior und Enkel des Firmengründers kam Thomas Kaeser seit seiner Geburt zwangsläufig in Berührung mit dem Thema Unternehmensführung. Doch er hätte diesen Posten nicht übernehmen müssen. "Um ein Unternehmen zu leiten, muss man das wirklich von Herzen gern wollen", habe sein Vater ihm immer gesagt und ihn gebeten, gut zu überlegen, ob er das wolle, blickt Thomas Kaeser zurück. Er wollte.


Seit 2012 Vorstandsvorsitzender


Nach dem Abitur am Coburger Gymnasium Ernestinum studierte er Wirtschaftsingenieurwissenschaften an der TU Karlsruhe, und schloss nach Trainee-Aufenthalten in Frankreich und den USA mit dem Diplom des Wirtschaftsingenieurs ab.1979 stieg er in das elterliche Unternehmen ein. Seit 1985 fungierte er als geschäftsführender Gesellschafter und ist seit 2012 Vorstandsvorsitzender. Zusammen mit seiner Frau, Tina-Maria Vlantoussi-Kaeser, leitet er gemeinsam das Unternehmen. Sie haben zwei Kinder, Jan und Philipp.


Das Unternehmen als Familie


Für Thomas Kaeser ist auch das Unternehmen eine Familie. Die Menschen liegen ihm am Herzen, trotz aller Wirtschaftlichkeit, die eine gute Firma natürlich auch aufweisen muss. "Der Unternehmenserfolg entsteht im Miteinander. Im Hand-in-Hand-Gehen von Mitarbeitern und Führung. Es braucht immer beide Seiten, damit es dann auch beiden Seiten gut geht", betont er.


Neue Arbeitsplätze und Wohlstand schaffen



Seit Ende der 80er Jahre treibt er die Internationalisierung des Unternehmens voran. Effizienz und Wirtschaftlichkeit stehen auch hier im Vordergrund, genauso wie bei den Produkten. Ziel ist es, Unternehmen in aller Welt darin zu unterstützten, dass sie effizienter produzieren und wachsen können, und dadurch neue Arbeitsplätze und Wohlstand schaffen. "Wert zu schaffen ist für mich die wichtigste Maxime", sagt Thomas Kaeser. Entscheidend ist, dass sich das Unternehmen in die richtige Richtung bewegt und durch vorsichtiges, der jeweiligen Situation angemessenes, Agieren kontinuierlich wächst. Dieser Maxime folgt Kaeser seit fast 100 Jahren, und der heutige Geschäftsführer will das weiterhin tun.

Aktiver Arbeitgeber

Thomas Kaeser ist Vorsitzender der Bezirksgruppe Oberfranken der Vereinigung Bayerischer Wirtschaft (vbw) und Vorsitzender der Region West der Arbeitgeberverbände VBM und BayME. Er engagiert sich im Vorstand des VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau), im Aussteller- und Messebeirat der Hannover-Messe, im Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (AUMA) sowie im Pneurop Council, der europäischen Vereinigung der Kompressorenhersteller. Im November 2012 wurde ihm die Staatsmedaille für besondere Verdienste um die Bayerische Wirtschaft verliehen.


Klassik und Jazz entspannen ihn


Entspannung findet er bei klassischer Musik und Jazz. Regelmäßige körperliche Bewegung gehört für ihn dazu, um körperlich und geistig fit zu bleiben. Deshalb hat er sich nun auch einige Tage Urlaub genommen, um fit zu bleiben für die anstehenden Aufgaben.