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Tödlicher Flugunfall in Coburg: Warum die Ermittlungen noch Monate dauern könnten


Autor: Redaktion

Coburg, Dienstag, 01. Februar 2022

Am Coburger Verkehrsflugplatz ist es zu einem schweren Unglück gekommen: Ein Kleinflugzeug stürzte während einer Flugstunde ab, ein 62-Jähriger kam ums Leben. Die Unfallursache ist noch unklar - und wird es wohl noch länger bleiben.
Bei einem Flugzeugabsturz in Coburg ist ein Insasse ums Leben gekommen. Ein weiterer wurde schwer verletzt.


Bei einem Flugunfall in Coburg ist am Freitag (28. Januar 2022) ein 62 Jahre alter Mann ums Leben gekommen, ein 34-Jähriger wurde schwer verletzt. Nach derzeitigem Kenntnisstand der Polizei ist das Kleinflugzeug bei der Landung abgestürzt, doch viele Fragen sind noch offen.

Die Ermittlungen zum Unfallhergang laufen. Bis es erste Ergebnisse gibt, kann es aber noch dauern.

Update vom 1. Februar 2022: Ermittlungen nach tödlichem Flugzeugabsturz können Wochen dauern

Die Ermittlungen zum Flugzeugabsturz in Coburg am Freitag (28. Januar 2022) laufen aktuell noch. Das Kleinflugzeug war offenbar währen einer Flugstunde beim Landeanflug abgestürzt. Die Insassen, der 62-jährige Fluglehrer und sein 34 Jahre alter Flugschüler, wurden beide schwer verletzt. Der 62-Jährige starb kurze Zeit später im Krankenhaus.

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Die Unfallursache ist weiterhin unklar. Wie die Polizei laut BR mitteilte, werden die Ermittlungen längere Zeit in Anspruch nehmen. Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen und ein Sachverständiger der Staatsanwaltschaft sind damit beauftragt.

Unter anderem werten sie Wetterdaten aus, sprechen mit Zeugen und untersuchen die Maschine vom Typ Cessna auf technische Mängel. Bis ein erstes Gutachten fertig ist, könnten laut Polizei mehrere Wochen, üblicherweise sogar Monate vergehen.

Ursprungsmeldung vom 28. Januar 2022: Flugunfall in Coburg - Mann (62) stirbt im Krankenhaus

In Coburg ist am Freitagmittag (28. Januar 2022) gegen 12 Uhr ein Kleinflugzeug abgestürzt. Laut Angaben der Polizei Oberfranken stürzte die motorisierte Maschine beim Landeanflug ab.

Die beiden 34- und 62-jährigen Insassen erlitten schwerste Verletzungen. Der Rettungsdienst brachte sie in Krankenhäuser. Der ältere Passagier musste bereits während der Fahrt reanimiert werden und verstarb kurze Zeit später in der Notaufnahme.

Ein Polizeisprecher vor Ort sagte, es habe sich um eine Flugstunde gehandelt: Der 62-Jährige sei der Fluglehrer, der 34-Jährige der Flugschüler gewesen. Wer das Flugzeug zum Unfallzeitpunkt tatsächlich steuerte, sei noch unklar. Es soll ein Schaden in Höhe von rund 100.000 Euro entstanden sein.

Unfallhergang muss von Polizei nachgestellt werden

Laut Stefan Probst von der Polizeiinspektion Coburg habe es bei der Landung Probleme gegeben, das Flugzeug traf schließlich neben der Landebahn auf. Der Rettungsdienst musste den Piloten und Co-Piloten schwerverletzt aus dem Wrack bergen und in umliegende Krankenhäuser bringen. Woher die beiden Männer stammen, konnte die Polizei noch nicht sagen. Das Flugzeug gehörte dem "Aero Club Coburg".

Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern noch an. Ein Flugsachbearbeiter der Kriminalpolizei Coburg hat in Zusammenarbeit mit der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen die Ermittlungen aufgenommen. Darüber hinaus machte sich die Staatsanwaltschaft Coburg ein Bild vor Ort und ordnete die Hinzuziehung eines Sachverständigen an.

"Das Wetter war für Flugverhältnisse gut. Ein Wind, der genau auf der Bahn steht, ist für Piloten gut zum Fliegen", sagte Probst vor Ort. Das Flugzeug wird nun sichergestellt und der Unfall nachkonstruiert. Dies könne aber mehrere Monate in Anspruch nehmen.

Christian Dudda, Einsatzleiter der Coburger Feuerwehr, traf als einer der ersten am Unfallort ein: Nur eine der verletzten Personen sei zu diesem Zeitpunkt ansprechbar gewesen, der Rettungsdienst kümmerte sich bereits um die beiden Männer. "Der Flugplatz ist mit Vorsicht zu genießen", lautet  Duddas Einschätzung. "Das ist hier der höchste Punkt Coburgs."

mit dpa