Druckartikel: Standseilbahn zur Veste auf dem Wunschzettel

Standseilbahn zur Veste auf dem Wunschzettel


Autor: Winter

Coburg, Sonntag, 24. Oktober 2021

Beim Coburger Zukunftsforum waren Ideen und Kritikpunkte, Lieblingsorte und eine Bewertung der Innenstadt gefragt.
Wie zufrieden sind die Coburger mit ihrer Stadt? Die Ergebnisse der Umfrage aus dem Sommer wurden jetzt auf dem Marktplatz präsentiert.  Die Bürger durften erneut ihre Wünsche und auch Kritik äußern.


Die Mehrheit der Coburger sind mit ihrer Stadt und besonders de Innenstadt zufrieden. Nach den Ergebnissen einer Umfrage vom Sommer sind 39 Prozent "zufrieden", 34 Prozent sehen die Verhältnisse ihres Wohnumfeldes und die Chancen als ausgeglichen an. Hingegen antworteten fünf Prozent der Teilnehmer an der schriftlichen Umfrage vom Sommer mit "sehr unzufrieden", 15 Prozent votierten mit "unzufrieden". Die Note 1 mit Stern (sehr zufrieden) gaben 7 Prozent.

Wo kann Coburg schöner werden?

Gefragt worden war unter anderem, wo und wie kann Coburg schöner, wie soziale Einrichtungen besser vernetzt werden und was fehlt bei Bildung und Kultur? Die Ergebnisse präsentierte das Planungsbüro UmbauStadt am Samstag auf dem Marktplatz. Ein Fünftel der befragten Bewohner hatten sich zum Thema "Leben in Coburg Innenstadt" geäußert.

Die Coburger Stadtentwicklungsgesellschaft hatte zum Zukunftsforum eingeladen. Gefragt waren Ideen und Kritikpunkte, Lieblingsorte in der Innenstadt und eine Bewertung der Innenstadt.

Diese Wünsche dazu pinnten Coburger an die Stellwände: eine Standseilbahn zur Veste; die Lichtverschmutzung eindämmen; die Parkregelung an Markttagen großzügiger handhaben; Pkw-Verkehr in der Innenstadt nicht zulassen; mehr und bessere Radwege sowie Radfahren im Hofgarten erlauben.

Auch ein Event- und Tanzpavillon im Hofgarten wurde auf die Wunschliste gesetzt, mehr Gastronomie am Abend auf Markt- und Albertsplatz. Schließlich sollten Kulturveranstaltungen in den vielen leerstehenden Geschäftslokalen der Innenstadt ermöglicht werden. Auch allgemeine Ziele wurden nicht vergessen: "Glückliche Menschen" in der Innenstadt war ein Wunsch.

Bewohner äußern Kritik

Kritik wurde geäußert, dass "man nicht direkt am Markt parken kann"; die parkenden Autos auf dem Schlossplatz während der Vorstellungen im Landestheater seien für andere Nutzer "problematisch" und viele Radler in der Fußgänger verbotenerweise zu "schnell und rücksichtslos" unterwegs. Ebenfalls zu schnell würden die Stadtbusse fahren. Hier wurde Schrittgeschwindigkeit gefordert.

Auch müssten nicht "zehn Busse gleichzeitig die Mohrenstraße befahren". Dagegen sprach sich jemand für eine höhere Taktung des öffentlichen Personennahverkehrs aus. Auf einem weiteren Zettel wurde notiert, leerstehende Wohnungen über Geschäften müssten wieder genutzt werden. Einheitliche Ladenöffnungszeiten war eine weitere Forderung, Solaranlagen auf den Dächern aller städtischer Gebäude sowie eine Biogasanlage.

Mitarbeiter von Stadtplanung, Wohnbau und dem Planungsbüro führten durch die Innenstadt. Dabei erklärte Stadtplaner Karl Baier, dass ein Hostel in der Judengasse nach wie vor Thema sei. Eine Aufwertung erfahren sollen die Judengasse und Viktoriastraße. Dabei sprach sich ein Anwohner dafür aus, "die Abbiegespuren in der Löwen- und Hindenburgstraße zu entfernen. Dann ist Platz für eine Radwegeverbindung". Ein Wettbewerb im nächsten Jahr soll die Gestaltung der Umgebung der Mohrenbrücke festlegen, ehe die Brücke und der frühere Kiosk 2023 saniert und umgestaltet werden.

Gedanken macht man sich bei der Stadtplanung über die Nutzung der Anna-B.-Eckstein-Anlage, den von-Stockmar-Platz in der Webergasse neben dem Parkhaus Post sowie dem Spielplatz hinter der Lutherschule. Mitunter würden die Stellen in der Innenstadt von unerwünschten Klientel in Beschlag genommen, es komme dort zu Alkohol- und Drogenkonsum. Ob mit Streetworkern, Personal von Ordnungsamt und/oder Polizei oder einer Belebung Abhilfe geschaffen werden könnte, waren Vorschläge.