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Nordhorn-Lingen - HSC Coburg: Topspiel auf Biegen und Brechen


Autor: Redaktion

Coburg, Freitag, 15. Februar 2019

Coburg trifft am Samstag auf einen kampfbereiten Gegner, der zuletzt 21:3 Punkte holte und mit einem Sieg das Aufstiegsrennen noch spannender machen will.


Der HSC 2000 Coburg muss sich am Samstagabend auf einen selbstbewussten Gegner einstellen, der nach schwachem Saisonstart zuletzt 21:3 Punkte holte und mit einem Heimsieg gegen die Vestestädter das Meisterschaftsrennen in der 2. Handball-Bundesliga noch spannender machen

will.

Die Emsland-Arena ist mit 4000 Zuschauern proppenvoll und die Fans werden entsprechend "Musik" machen. Das weiß natürlich auch Coburgs Coach Jan Gorr, der mit seiner Crew bereits um 10.30 Uhr am Samstag im Bus sitzen wird.

Rund sieben Stunden im Bus

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Rund sechs Stunden lang ist die Anreise ins 463 Kilometer entfernte Nordhorn. Gerne wäre der Trainer mit seinen Spielern einen Tag vorher angereist, doch im HSC-Budget sind lediglich vier bis fünf Übernachtungen in der 2. Liga eingeplant. Und da gibt es noch weitere Auswärtsfahrten für die "Gelben". Ein wenig neidisch geht da schon der Blick zum Hauptkonkurrenten im Titelkampf, denn Spitzenreiter HBW Balingen/Weilstetten übernachtet quasi vor jedem weit entfernten Auswärtsspiel in der Fremde.

Doch vom Tabellenführer zwei Plätze zurück zum Dritten: Heiner Bültmann, Coach der HSG Nordhorn-Lingen, vertraut vor dem Schlagerspiel gegen Coburg heute Abend seinem Team: "Wir haben jetzt 21:3 Punkte in Serie und somit spricht einiges für uns."

Die Hinrunde sei für sein Team sehr gut gewesen, und das obwohl er viele Verletzte zu beklagen hatte. Darunter waren mit Alexander Terwolbeck und Jens Wiese auch zwei Langzeitverletzte. Wiese wird gegen den HSC ebenso wie Leistungsträger Nicky Verjans noch ausfallen.

"Trotz des Fehlens von bis zu sechs Leistungsträgern haben wir unseren Flow gefunden," freut sich Bültmann. Aber nicht nur beim Blick auf die Verletztenliste gibt es Parallelen zwischen den beiden Kontrahenten. Bültmann betont zudem nämlich auch den guten Start ins Jahr 2019: "Wir sind gut aus der Pause gekommen, denn jeder weiß, in Hüttenberg ist es nicht einfach zu gewinnen. Davor hatten wir viel Respekt, haben uns aber durchgesetzt."

Und Bültmann vertraut auch den treuen HSG-Fans: " Für uns spricht jetzt gegen Coburg natürlich auch der Heimvorteil, denn die Emsland-Arena wird mit 4000 Zuschauern nahezu oder sogar ganz ausverkauft sein."

Trotzdem hat er gehörigen Respekt vor der Spielstärke des HSC: "Die Coburger haben in der gesamten Hinrunde zusammen mit Balingen sehr konstant gespielt und stehen zurecht da oben. Zudem agieren sie zusammen als Team, sind sehr gut organisiert in der Deckung und im Angriff haben sie den besten Rückraum der 2. Liga. Da sprechen wir von Top-Qualität."

Natürlich könnte die HSG mit weniger Ausfällen noch besser dastehen, aber Bültmann relativiert das: "Was wäre wenn - das ist alles zu hypothetisch. Die schweren Phasen haben uns sogar noch mehr zusammengeschweißt und wir uns weiterentwickelt. Das wird uns in der weiteren Runde helfen."