Die SPD in Niederfüllbach will keinen eignen Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters bei den Kommunalwahlen im März ins Rennen schicken. Das wurde bei der Aufstellungsversammlung für die Liste der SPD zur Gemeinderatswahl bekannt. Ortsvereinsvorsitzende Erika Krauß kritisiert aber Amtsinhaber Martin Rauscher (ÜWG). Sie wirft ihm vor, bestimmte Anträge und Anfragen zu spät oder gar nicht zu bearbeiten.

Der SPD-Ortsverein Niederfüllbach hat bei dieser Versammlung seine Bewerber für die Gemeinderatswahl am 16. März 2014 nominiert. Neben den 24 festen Listenplätzen wurden auch eine Reihe von Ersatzkandidaten benannt.

Kritik am Amtsinhaber

Ortsvereinsvorsitzende Erika Krauß sparte bei der Versammlung im Nebenraum der TSG-Vereinshalle aber nicht mit Kritik am Bürgermeister Martin Rauscher (UWG): "Auffallend ist, dass Anträge und Anfragen, die nicht in seinem Interesse liegen, verspätet oder gar nicht bearbeitet werden. Hier sind ständige Nachfragen an der Tagesordnung." Die SPD-Listenführerin warf ihm auch vor, beim Vorhaben "Anbindung an die CO 12" uneinsichtig zu sein. Die Maßnahme hätte laut Erika Krauß 250.000 Euro gekostet, weitere Ausgaben hätten die Verlegung der Straße über den EZO-Platz, die Ertüchtigung der Straße für den Schwerlastverkehr und der Grunderwerb verursacht.

"Die Rechnung des Bürgermeisters geht so nicht auf", betonte Krauß. Er übersehe bei seiner Planung erhebliche Folgekosten. "Flickschusterei ist dem sparsamen Umgang mit Haushaltsmitteln kontraproduktiv", fügte sie noch hinzu. Aus diesem Grund habe die Mehrheit des Gemeinderates das Projekt abgelehnt. "Wir hoffen, dass der nächste Bürgermeister demokratische Entscheidungen respektiert und nicht so beratungsresistent ist", sagte die SPD-Ortsvereinsvorsitzende.

Jeder Bürgermeister brauche einen guten Gemeinderat, sagte die Vorsitzende. Als künftige Herausforderungen nannte Erika Krauß die ICE-Brücke über die B 303, das Feuerwehrgerätehaus, weitere Abschnitte im Zuge der Städtebauförderung sowie Kanal- und Straßensanierungen. Versammlungsleiter Walter Esch brachte die Nominierung der SPD-Gemeinderatskandidaten reibungslos über die Bühne.

Die Kandidaten des SPD-Ortsvereins Niederfüllbach für die Gemeinderatswahl sind:
1. Erika Krauß, 2. Bernd Roßberg, 3. Dagmar Dressel, 4. Jürgen Klerner, 5. Diana Geisler, 6. Martin Alfsmann, 7. Anke Blinzler, 8. Maximilian Metschke, 9. Brigitte Päckert, 10. Thomas Geuther, 11. Beatrix Liepke, 12. Benjamin Esch, 13. Kim Roßberg, 14. Steffen Liepke, 15. Andrea Erkenbrecher, 16. Jürgen Geisler, 17. Susanne Föhrkolb, 18. Uwe Roßberg, 19. Gabriele Esch, 20. Herbert Trapp, 21. Gertraud Stüllein, 22. Michael Schmidt, 23. Matthias Ernst, 24. Stephan Hetz.

Ersatzbewerber: Werner Päckert, Mona Metschke-Ernst, Edgar Krauß und Linde Schmidt.