Leistner war der erste, der bei der Versammlung im "Münchner Hofbräu" am Dienstagabend dieses negative Wahlergebnis thematisierte: "Wir sind zwar immer noch stärkste Fraktion, aber wenn man zwei Sitze verliert, wird man das nicht als Erfolg verkaufen können." Statt 16 stellt die SPD nur noch 14 Stadträte; dass Oberbürgermeister Norbert Tessmer die Wahl gegen sieben Mitbewerber im ersten Gang gewonnen hat, tröstest da nur bedingt. Schuldzuweisungen blieben allerdings aus, Selbstkritik klang bestenfalls zwischen den Zeilen durch. "Nicht nur die kleinen Gruppierungen und das sie schützende Wahlsystem sind schuld", sagte OB Norbert Tessmer. Er präsentierte auch eine Gegenrechnung: Die beiden großen Fraktionen von SPD und CSU stellen zusammen 24 Stadtratsmitglieder; die übrigen 16 verteilen sich auf sieben Gruppierungen und Parteien.