So feierte Coburg das Corona-Silvester
Autor: Sandra Hackenberg
Coburg, Sonntag, 02. Januar 2022
Einlasskontrollen, Böllerverbot, aber wenige schwere Verstöße und Straftaten: So feierten die Coburger ins neue Jahr.
Die Menschen in Stadt und Landkreis Coburg sind überwiegend friedlich ins Jahr 2022 gerutscht: Zu 18 Einsätzen musste die Polizei Coburg in der Silvesternacht ausrücken, darunter eine Handvoll Körperverletzungen, Sachbeschädigungen und Verstöße gegen das Waffengesetz. "Die Lokale waren gut gefüllt", teilt die Polizei Coburg auf Nachfrage mit. Auch wenn schwere Straftaten ausgeblieben sind, hätten die Einsatzkräfte viel zu tun gehabt.
Die Polizei beschränkte sich weitestgehend darauf, Präsenz zu zeigen. Die Kontrollen der bayernweiten Corona-Regeln (2G, maximale Personenanzahl) übernahm das Personal in den Bars, Restaurants und Gaststätten, die geöffnet hatten. Einige Wirte hatten extra für die Silvesternacht Sicherheitspersonal abgestellt, das vor der Tür den Einlass kontrollierte.
Neujahrsprost ohne Abstand
Einmal die Kontrolle passiert, konnte das Coburger Feiervolk den Jahreswechsel im Etablissement seiner Wahl weitestgehend unbehelligt von Abstandsregeln verbringen. Und auch wenn jeder irgendwo seine Maske dabei hatte, wurde die nach dem dritten Sekt beim Gang auf die Toilette auch schon mal vergessen. Zwar durfte um Mitternacht in der Coburger Innenstadt nicht geböllert werden und der Nachthimmel über Schloss- und Marktplatz blieb auch weitestgehend dunkel. Hier und da bewiesen eine Leuchtrakete oder der markerschütternde Knall eines Chinaböllers aber doch, dass es mit dem Verbot nicht jeder ganz genau nahm. Das war sonst noch in der Silvesternacht los:
Randale und illegales Geballer
Eine Gruppe Jugendlicher tobte sich auf der Skaterbahn in Bad Rodach aus. Nach einer kurzen Rangelei untereinander richtete sich ihre Aufmerksamkeit der dortigen Holzhütte. Sie schlugen und traten gegen die Hütte und rissen Bretter heraus. Belohnt wurde der Vandalismus bei einem Jugendlichen mit leichten Verletzungen der Hand. Die Polizei fand bei einem von ihnen noch ein verbotenes Messer. Zu der Anzeige wegen Sachbeschädigung erwartet ihn auch eine wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz.
Es sollten nicht die einzigen unerlaubten Waffen bleiben: Ein 31-Jähriger und ein 14-Jähriger benutzten unmittelbar nach Mitternacht in der Karl-Türk-Straße einen Schreckschussrevolver. Sie konnten vor der Polizei keinen Waffenschein nachweisen.
Auch kleinere Diebstähle wurden begangen. In Grub am Forst wurden zwei Ortsschilder gestohlen. Der entstandene Schaden für die Gemeinde beläuft sich auf mehrere Hundert Euro. In Cortendorf wurde außerdem das Kennzeichen eines VWs gestohlen. Die Besitzerin bemerkte den Diebstahl am späten Nachmittag.
Ebenfalls Diebesgut sowie verbotene Pyrotechnik fanden die Polizeibeamten bei einem 15-jährigen Kronacher. Eine Streife kontrollierte den Jugendlichen am Coburger Bahnhof. Neben einem gestohlenen Hinweisschild fanden die Beamten Polenböller.