Rödental verhängt knallhartes Alkoholverbot - Strafe bis zu 1000 Euro
Autor: Anton Knorr
Rödental, Mittwoch, 05. Juni 2024
In Rödental (Kreis Coburg) herrscht an bestimmten Plätzen bald ein Alkoholverbot, das hat der Stadtrat am Montag (3. Juni 2024) beschlossen. Bei Verstößen drohen hohe Strafen.
Viele Jahre sei es an der Domäne und am Bahnhofsplatz in Oeslau ruhig zugegangen, doch seit einigen Monaten komme es dort immer wieder zu Lärmbelästigung und anderen Unannehmlichkeiten, so der Rödentaler Bürgermeister Marco Steiner (FW) gegenüber inFranken.de. Im Stadtrat hat man am Montag (3. Juni 2024) nun eine mögliche Lösung für das Problem gefunden.
Ab circa Ende Juni soll an der Domäne und am Bahnhofsplatz Oeslau ein Alkoholverbot gelten, erklärt der Bürgermeister. "Wir finden an Montagen in der Frühe, aber auch öfter mal unter der Woche an den beiden Plätzen starke Verunreinigungen durch, vor allem Splitter, Glasscherben und Müll vor", das sei nicht akzeptabel. Der Bürgermeister vermutet, dass die Ursache dafür junge Leute sind, die dort Alkohol trinken.
"Problem sind die Folgen von Konsum": Rödental verhängt striktes Alkoholverbot
Steiner habe grundsätzlich nichts dagegen, dass sich junge Menschen an der Domäne und am Bahnhofsplatz aufhalten und dort Alkohol trinken. "Das Problem sind die Folgen vom Alkoholkonsum, also Vermüllung und Sachbeschädigungen. Außerdem wird laute Musik gehört und Party gemacht, das ist Lärmbelästigung", so das Stadtoberhaupt. Die einzige Handhabung sei es, den Durchgang bei der Domäne zuzusperren, aber das will Steiner nicht, sagt er.
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Die Plätze sollen weiterhin für alle zugänglich sein, also habe sich der Stadtrat für das Alkoholverbot entschieden. Das Verbot herrsche zunächst einmal für zwei Jahre und sei zeitlich begrenzt: "Der Alkoholkonsum wird unter der Woche von 16 Uhr bis 6 Uhr, freitags ab 12 Uhr und samstags und an Sonn- und Feiertagen ganztägig nicht erlaubt sein", erklärt Marco Steiner.
Der Biergarten, der in unmittelbarer Nähe der Domäne liegt, sei selbstverständlich nicht von der Maßnahme betroffen. Bei Verstößen kann es allerdings zu hohen Strafen kommen: "Im schlimmsten Fall ist eine Strafe bis zu 1000 Euro möglich". Das sei allerdings nicht die Standardstrafe, sondern die Konsequenz, wenn man bereits Wiederholungstäter ist, erläutert der Bürgermeister. Mehr Nachrichten aus der Region Coburg findest du in unserem Lokalressort.