Druckartikel: Pfarrerin Meyer zu Hörste wurde herzlich in der Kirche in Wildenheid begrüßt

Pfarrerin Meyer zu Hörste wurde herzlich in der Kirche in Wildenheid begrüßt


Autor: Manja von Nida

Wildenheid, Montag, 02. Juli 2018

Lisa Meyer zu Hörste wurde als neue Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Wildenheid-Meilschnitz eingeführt.
Lisa Meyer zu Hörste machte sich mit Dekan Stefan Kirchberger auf den Weg zum Gemeindehaus, wo bei einem lockeren Empfang in netter Runde noch ganz viele Wildenheider und Meilschnitzer ihre Pfarrerin  willkommen heißen wollten. Foto: Manja von Nida


"Liebe Lisa, jetzt bist du da, und wir sind darüber sehr froh. Wir freuen uns auf dich und auf unsere Zusammenarbeit und dass es uns gelingt, unser Kirchengemeindeleben wieder ein bisschen aufzupeppen", sagte Vertrauensfrau Eva Grempel vom Kirchenvorstand der evangelischen Kirchengemeinde Wildenheid-Meilschnitz beim Festgottesdienst. Die Freude über die neue Pfarrerin Lisa Meyer zu Hörste war am Sonntagnachmittag in der Friedenskirche spürbar, die Gläubigen freuten sich und kamen zahlreich.

Als die Glocken zu läuten begannen, schritt die neue Seelsorgerin Meyer zu Hörste in feierlicher Prozession an der Seite von Dekan Stefan Kirchberger, von ihren Neustadter Amtskollegen Michael Meyer zu Hörste, Romina Rieder, Bettina-Maria Minth, Ulrike Schmidt-Rothmund sowie dem Niederfüllbacher Pfarrer Rolf Roßteuscher und vom Kirchenvorstand begleitet, zum Gotteshaus. "Wir beten um Gottes Segen für unsere neue Pfarrerin, und lasst uns spüren, dass Gott unter uns ist", betete Pfarrerin Romina Rieder von der Haarbrücker Kirchengemeinde zu Beginn.

"Liebe Gemeinde, bei diesem Gottesdienst soll Lisa Meyer zu Hörste in dieser Wildenheider Kirchengemeinde in ihr Amt eingeführt werden. Der Kirchenrat der evangelischen Kirche hat ihr diese Pfarrstelle mit Wirkung vom 1. 7. 2018 mit allen Rechten und Pflichten übertragen", sagte Dekan
Kirchberger. In Erinnerung an ihr Ordinationsgelübde werde sie verpflichtet, das Hirtenamt im Gehorsam gegen Gottes Wort als Seelsorgerin und Predigerin des Evangeliums gewissenhaft zu führen. ",Aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es‘ - der Wochenspruch aus dem Epheser-Brief sei unsere Anleitung zum Glücklichsein", sagte Stefan Kirchberger. "Gnade, Glaube, Gottes Gabe, das sind die vier biblischen G's für unser Glück, die durch das Meer der Menschen getragen werden, im Sinn des Evangeliums gesprochen", so der Dekan. Vom "Glück des Pfarrberufes sprach Dekan Kirchberger. Dann sagte er: "Liebe Wildenheider, liebe Meilschnitzer, diese Pfarrerin wird euch in der Gemeindearbeit mit starker Hand vorangehen. Lasst ihr die notwendige Zeit zum Ankommen. Gnade, Glaube, Liebe müssen einem geschenkt
werden."


In jedem Alter

"Lasst uns in der Stille füreinander um den Segen Gottes bitten", sagte Lisa Meyer zu Hörste und betete: "Herr, schenke uns ein Wort für unser Herz und ein Herz für dein Wort." Und dann erzählte die neue Pfarrerin, heiter verpackt, die Lebensgeschichte und den Alltag der Friedenskirche und würzte dies mit Denkanstößen wie "So viel Publikum ist sie gar nicht gewohnt". Nach vier Pfarrern komme nun eine Frau, aber das sei egal, der Segen bleibe. Abraham habe auf Gott vertraut, als Gott ihn rief. Da sei dieser schon 75 Jahre alt gewesen. Die Friedenskirche sei erst 63 Jahre alt. "Doch wer an Gott glaubt, kann in jedem Alter sagen: Möglicherweise liegt das Entscheidende noch vor mir", sagte die neue Pfarrerin.

In der Friedenskirche am Altar nahm die Pfarrerin viele Glückwünsche, Geschenke und Blumen entgegen, bevor dann im Kirchengemeindehaus zum offiziellen Empfang eingeladen wurde. Dritter Bürgermeister Martin Stingl (SPD) überbrachte herzliche Grüße der Stadt Neustadt und sagte: "Ich
wünsche Ihnen und der Gemeinde ein Wirken auf Augenhöhe, ein zielgerichtetes, gemeinsames Schaffen und ein kollegiales, kameradschaftliches, familiäres Miteinander. Ich habe Ihnen als Geschenk zwei Bücher mitgebracht, aber nicht das Alte und Neue Testament", vielmehr war es Lektüre über die Stadt Neustadt.


Ganz vorne

Musikalisch schmückten der Singkreis und der Posaunenchor unter der Leitung von Chorleiter Albert Bätz und Kantor Ekkehard Schwalm den Festgottesdienst aus. Und der Wildenheider Kindergarten "Kindernest" überraschte mit einem Begrüßungsliedchen ganz vorn auf den Altarstufen.

Jetzt möchte Lisa Meyer zu Hörste ihre Kirchengemeinde richtig kennenlernen und hat auch schon viele Pläne: Sie wird für den Umbau des Gotteshauses intensive Gespräche führen, sich der Konfirmanden- und Jugendarbeit widmen, auch für den Neustadter Kessel als Schwerpunkt, und sie wird Religionsunterricht an den Grundschulen Wildenheid-Haarbrücken und Meeder geben. Zudem wird sie noch mitteilen, wann sie im Wildenheider Pfarrhaus anwesend sein wird. Denn Lisa Meyer zu Hörste ist mit ihrer Familie im Pfarrhaus der Stadtkirche Sankt Georg zu Hause. "Und das ist seit 55 Jahren das erste Mal, dass in unserem Pfarrhaus jetzt niemand wohnt", sagte Eva Grempel.