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Natalie Gebert genießt die Session als Coburger Gardekönigin


Autor: Christoph Winter

Coburg, Freitag, 29. Januar 2016

Natalie Gebert ist die Königin der Tanzsportgarden Coburger Mohr. Unvergesslich sind der Auftritt bei Angela Merkel im vergangenen Jahr, die Wettbewerbe und Meistertitel.
Natalie Gebert ist die Gardekönigin der Tanzsportgarden vom "Coburger Mohr". Am Rosenmontag und Faschingsdienstag stehen für die 22-Jährige aus Creidlitz repräsentative Termine an. Dann werden die Orden verteilt, die die Studentin der Innenarchitektur gestaltet hat. Foto: Christoph Winter


Justament in der Faschingssession vor vielen Jahren hatte sich Natalie Gebert den Arm gebrochen und trug ihn in einem Gips. Sie war damals Kinderprinzessin der Tanzsportgarden vom "Coburger Mohr". In der aktuellen Saison repräsentiert die junge hübsche Frau die Garden als Königin Natalie I.
Mit dem Rosenmontag und Faschingsdienstag in zwei Wochen tritt die närrische Zeit ihren Endspurt an, trotzdem ist der Terminkalender mit Wettkämpfen auch danach noch gut gefüllt. Und dazwischen reihen sich Training und Studium ein, und auch das Modeln auf dem Laufsteg.


Ein Bewegungstalent

Seit nun 16 Jahren gehört Natalie Gebert aus dem Coburger Stadtteil Creidlitz den Tanzsportgarden an. "Tanzen gehört zu meinen Leben", sagt sie und lacht dabei. Damals, da war sie gerade sechs Jahre alt, gab es einen Freundinnentag im Tanzstudio von Ramona Scholz und die erkannte das Bewegungstalent. 1#googleAds#100x100 Dazu konnte Natalie aus der Kinderturnstunde ein Rad schlagen und auch der Spagat war schnell erlernt.

Kindergarde, Jugend- und Juniorengarde, Tanzmariechen, und nun Gardekönigin, das sind die Stationen von Natalie Gebert beim "Coburger Mohr". "Heute ist das Training für mich auch Stressabbau", sagt die junge Frau.
Klar, frage sie sich manchmal vor einem Wettkampf: "Bist du nicht langsam zu alt dafür? Aber wenn du dann auf der Bühne stehst, ist alles vergessen." Auch die unausweichlichen Zerrungen und Verspannungen, die dieser Leistungssport mit sich bringt. Dreimal stand sie mit der Jugendgarde ganz oben auf dem Siegerpodest bei deutschen Meisterschaften. Als Co-Trainerin arbeitet sie heute daran mit, dass die aktuelle Jugendgarde ebenfalls Titel erringt.


Wertungsnoten, Punkte, das Gefühl, nicht gerecht bewertet worden zu sein

Trotz der vielen Erfolge in der Vergangenheit sind die Wettkämpfe immer Augenblicke mit vielen Emotionen. "Als wir letztes Jahr bei den süddeutschen Meisterschaften den dritten Platz geschafft haben, sind viele Tränen geflossen." Mit den Wertungsnoten und Punkten ist das ohnehin so eine Sache: Das Gefühl, nicht gerecht bewertet worden zu sein, gebe es häufig.

Aber auch die negativen Dinge zehren am Gemüt. Etwa als eine folgenschwere Entscheidung gerade bei einem Turnier einschlug: Der "Coburger Mohr" durfte nicht bei der Fastnacht in Franken in Veitshöchheim auftreten. "Da haben alle geheult", erinnert sich Natalie Gebert.

Dafür habe es im vergangenen Jahr ein anderes Glanzlicht für die Tanzsportgarden gegeben: den Auftritt im Berliner Kanzleramt bei Bundeskanzlerin Angela Merkel.

In den vielen Jahren des Gardetanzes sind auch viele Freundschaften entstanden. Selbstverständlich unter dem Mädchen des Vereins, aber auch zu den Tänzerinnen anderer Vereine. "Die Garden der Buchnesia Nürnberg sind zwar eine Konkurrenz, aber nur während des Wettkampfes." Ansonsten gehen die Mädchen in Nürnberg auch zusammen shoppen.

Die für diesen Sport unabdingbare Disziplin und der Mannschaftsgeist sind nach den Worten von Natalie förderlich für das Studium der Innenarchitektur an der Hochschule Coburg - und für das Leben überhaupt.