Letzte Chance für die Tiefgarage unter dem Coburger Schlossplatz

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Der Schlossplatz wird bald Baustelle - so, wie auf unserem Archivfoto. Zusammen mit der Theatersanierung könnte dann, wenn es nach den Vorstellungen des Fördervereins geht, auch eine Tiefgarage gebaut werden. Foto: CT-Archiv/Oliver Schmidt
Der Schlossplatz wird bald Baustelle - so, wie auf unserem Archivfoto. Zusammen mit der Theatersanierung könnte dann, wenn es nach den Vorstellungen des Fördervereins geht, auch eine Tiefgarage gebaut werden. Foto: CT-Archiv/Oliver Schmidt

Der Förderverein Schlossplatz-Tiefgarage favorisiert gemäß seinem Vereinszweck die unterirdischen Parkmöglichkeiten. Die Zeit drängt.

Der Förderverein Schlossplatz-Tiefgarage wertet die Einsetzung der Arbeitsgruppe "Quartiersgarage" durch den Coburger Stadtrat als wichtigen Schritt, das Problem fehlender Stellplätze in der Innenstadt zu lösen. Die Frage des Standortes hängt jedoch von der weiteren Entscheidung der bayerischen Staatsregierung zum Umbau des Landestheaters ab. Das machte Vorsitzender Peter Kammerscheid bei der Hauptversammlung des Fördervereins deutlich.

"Gegenstand des zwischenzeitlich verabschiedeten Parkraumkonzepts war nicht, über eine Quartiersgarage zu entscheiden", erläuterte der Vorsitzende. Als vier mögliche Standorte für eine innerstädtische Quartiersgarage für Anwohnerparken in der Nähe der Steinwegvorstadt sollen eine Parkgarage in der Allee/Oberen Klinge, eine Erweiterung des Parkhauses Post, eine Tiefgarage unter dem Gemüsemarkt und unter dem Schlossplatz untersucht werden.

Der Stadtrat habe die Arbeitsgruppe "Quartiersgarage" auf Antrag der Stadtratsfraktion Pro Coburg, der Kammerscheid, Zweiter Vorsitzender Horst Geuter sowie Fraktionsvorsitzender Jürgen Heeb angehören, und unterstützt durch die CSU- und CSB-Fraktion eingesetzt. Die Arbeitsgruppe habe im Oktober und November getagt und eine Bedarfsermittlung und Standortuntersuchungen beschlossen, so Kammerscheid.

"Die einzig sinnvolle Lösung"

Die Stadt sei für die Standorte Allee/Obere Klinge und Schlossplatz zuständig, die Wohnungsbaugesellschaft untersuche die Erweiterung des Parkhauses Post. Eine Tiefgarage unter dem Gemüsemarkt werde nicht weiter verfolgt. "Alle Lösungen erscheinen machbar", stellte der Vorsitzende fest. "Der Förderverein favorisiert die Tiefgarage unter dem Schlossplatz als die einzig sinnvolle."

Der Standort Gemüsemarkt scheide aus bautechnischen Gründen aus und biete zu wenig Kapazität, ergänzte Geuter. Ein erweitertes Parkhaus Post schaffe als Quartiersgarage lediglich Parkraum für die Anwohner. Am Standort Allee/Obere Klinge werfe die Frage der Ein- und Ausfahrten erhebliche Probleme auf. Sie seien bei schlechtem Wetter und für ältere Mitbürger zu weit vom Theater entfernt, hob Geuter als sozialen Aspekt hervor. Er erinnerte an die kürzlich erfolgte Zusammenfassung von Tourismus, Stadtmarketing und Kongresswesen unter einer Führung mit dem Ziel, mehr Besucher nach Coburg zu holen. Eine Schlossplatz-Tiefgarage steigere die Attraktivität der Innenstadt erheblich und nutze unter anderem Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleitern, ergänzte Kammerscheid und erinnerte an die positive Resonanz möglicher Investoren auf die Marktansprache. Das bestärke den Förderverein, eine Tiefgarage unter dem Schlossplatz zur Entscheidungsreife zu bringen und deren Verwirklichung 2019 im Stadtrat zu beschließen. Die Sanierung des Landestheaters biete die historische Chance, die Tiefgarage zu bauen.

"Uns bleibt nicht mehr viel Zeit", mahnte Kammerscheid. 2019 entscheide die Staatsregierung über die Variante des Theaterumbaus, der 2021 oder 2022 beginne und mindestens fünf Jahre dauere. Wenn der Freistaat die Variante der Überbauung des Bereichs Allee/Obere Klinge beschließe, verbleiben als Standorte einer Quartiersgarage nur noch Schlossplatz und Parkhaus Post. Kammerscheid kündigte an, einen erneuten Stadtratsantrag zur Umsetzung zu stellen.